Der Wohnungsbestand in Berlin ist im Jahr 2025 nur noch um rund 11.000 Wohnungen gestiegen – ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, kamen durch Neubauten und Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden netto knapp 11.000 Wohnungen hinzu. In dieser Zahl sind auch Abgänge durch Abrisse oder Nutzungsänderungen bereits berücksichtigt.
Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren
In den drei Jahren zuvor hatte der jährliche Zuwachs noch bei rund 15.000 Wohnungen gelegen. Der aktuelle Wert liegt damit etwa 27 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024. Insgesamt stieg die Zahl der Wohnungen in der Bundeshauptstadt auf über 2.069.000.
„Der langsamere Anstieg spiegelt die angespannte Lage am Bau wider“, erklärte ein Sprecher der Statistiker. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und bürokratische Hürden bremsen den Wohnungsneubau in Berlin seit Monaten.
Bezirke mit unterschiedlicher Dynamik
Der Zuwachs verteilte sich ungleichmäßig auf die Berliner Bezirke. Den stärksten Anstieg verzeichnete Treptow-Köpenick mit plus 1,2 Prozent, gefolgt von Lichtenberg mit plus 0,8 Prozent. In Reinickendorf fiel der Zuwachs mit nur 0,1 Prozent am geringsten aus. Alle Bezirke konnten jedoch einen Bestandsanstieg verzeichnen.
Die Zahlen basieren auf der jährlichen Fortschreibung des Wohnungsbestands durch das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Berücksichtigt werden alle Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden, einschließlich Wohnheimen.



