Steigen die Temperaturen auf 30 Grad und höher, wird es für Menschen mit Bluthochdruck besonders gefährlich. Ihre Erkrankung macht sie empfindlicher für Hitze, sodass das natürliche Kühlsystem des Körpers nicht mehr zuverlässig funktioniert. Ein Herzexperte erläutert, welche Vorsichtsmaßnahmen jetzt wichtig sind.
Warum Hitze Bluthochdruck-Patienten besonders belastet
Bei hohen Temperaturen weiten sich die Blutgefäße, um Wärme abzugeben. Das senkt den Blutdruck zunächst. Menschen mit Bluthochdruck, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, können jedoch einen zu starken Abfall erleben, was zu Schwindel, Ohnmacht oder sogar Kreislaufkollaps führen kann. Gleichzeitig belastet die Hitze das Herz-Kreislauf-System zusätzlich.
Laut dem Herzexperten sollten Betroffene daher ihre Medikamente nicht eigenmächtig absetzen oder die Dosis ändern. „Bei Hitze kann es plötzlich zu einer anderen Dosierung kommen“, warnt der Arzt. Eine Anpassung sollte nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Mediziner erfolgen.
Sport bei Hitze: Was ist erlaubt?
Sportliche Aktivitäten sollten bei extremer Hitze vermieden werden. Der Experte rät, Training in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen, wenn die Temperaturen niedriger sind. Intensive Belastungen wie Joggen oder Radfahren in der Mittagshitze können den Kreislauf überfordern. Empfehlenswert sind leichte Bewegungen wie Spaziergänge im Schatten oder sanftes Schwimmen.
Ernährung und Flüssigkeitszufuhr an heißen Tagen
Ausreichend trinken ist entscheidend. Der Experte empfiehlt mindestens zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßte Kräutertees pro Tag. Alkohol und koffeinhaltige Getränke sollten gemieden werden, da sie den Flüssigkeitsverlust verstärken. Leichte Kost wie Obst, Gemüse und Salate entlasten den Kreislauf. Salzige Snacks können den Blutdruck in die Höhe treiben, daher ist Vorsicht geboten.
Weitere Tipps für den Alltag
Direkte Sonne meiden, helle Kleidung tragen und Räume kühl halten – etwa durch Ventilatoren oder regelmäßiges Lüften in den Morgenstunden. Kalte Fußbäder oder feuchte Tücher auf der Stirn können helfen. Wer Schwindel oder Kopfschmerzen verspürt, sollte sofort in den Schatten gehen und sich ausruhen. Im Zweifel ist ein Arztbesuch ratsam.
Der Herzexperte betont: „Schon kleine Maßnahmen können Risiken vorbeugen.“ Besonders ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen sollten die Warnsignale ernst nehmen und im Sommer besonders achtsam sein.



