Brandenburg: Lehrer fehlen – Hoffmann schließt Abordnung nicht aus
Brandenburg: Lehrer fehlen – Hoffmann schließt Abordnung aus

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) erwartet, dass auch im kommenden Schuljahr nicht alle Lehrerstellen im Land besetzt werden können. Zum Start der Sommerferien betonte Hoffmann im rbb-Inforadio, die staatlichen Schulämter arbeiteten täglich unter Hochdruck daran, möglichst viele Stellen zu besetzen. „Wir sehen aber, dass das nicht in allen Teilen des Landes zu 100 Prozent gelingen wird“, räumte der Minister ein.

Kreative Maßnahmen für Abschlüsse

Hoffmann kündigte an, dass man auch im nächsten Schuljahr mit speziellen, kreativen Maßnahmen sicherstellen müsse, dass alle Schüler ihre Abschlüsse erhalten. „Es mag einzelne Schulen geben, wo es uns nicht gelingt, die Stundentafel so abzusichern, wie sie im Plan steht“, sagte er. In solchen Fällen müsse man etwa über Kürzungen zusätzlicher Stunden für Förderunterricht reden. „Im Ausnahmefall überlegen wir sogar, dass es dann die Möglichkeit gibt, dass einzelne Schulen von der Stundentafel abweichen dürfen.“

Abordnung verbeamteter Lehrer

Notfalls könnten verbeamtete Lehrkräfte an bestimmte Orte abgeordnet werden. „Das ist natürlich nichts, was man sich wünscht“, so Hoffmann. Letztlich trage er als Bildungsminister aber nicht nur Verantwortung für die 22.000 Lehrkräfte, sondern vor allem für die 320.000 Schülerinnen und Schüler im Land. In erster Linie solle die Abordnung auf Freiwilligkeit basieren. „Aber wenn sich da gar niemand findet, dann wird man vielleicht auch zu dem Mittel greifen müssen, dass man die Leute von Amts wegen umsetzt.“ Dies wäre dann zeitlich begrenzt.

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Haushaltslage und zusätzliche Stellen

Die Regierungskoalition aus SPD und CDU plant, 250 zusätzliche Lehrerstellen zu schaffen, allerdings erst mit dem nächsten Haushalt. Zuvor war die Zahl der Lehrkräfte aus Spargründen im Haushalt 2025 von der SPD/BSW-Koalition um 345 Vollzeitstellen reduziert worden.

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