E-Auto-Förderung: 48% der Anträge an Haushalte mit unter 45.000 Euro
E-Auto-Förderung: 48% an Haushalte mit unter 45.000 Euro

Die neue staatliche Förderung für Elektroautos erreicht offenbar ihr Ziel, einkommensschwächere Haushalte zu unterstützen. Laut einer bislang unveröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des Linkenabgeordneten Jorrit Bosch entfielen bis zum 10. Juli 48 Prozent der bewilligten Anträge auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von maximal 45.000 Euro. Insgesamt wurden bis zu diesem Stichtag 17.226 Anträge bewilligt. Das Programm fördert den Kauf und das Leasing von Elektroautos sowie bestimmter Plug-in-Hybride, die seit dem 1. Januar 2026 neu zugelassen werden. Der Zuschuss kann bis zu 6.000 Euro betragen, abhängig von Fahrzeugtyp, Einkommen und Familiengröße.

Soziale Staffelung zeigt Wirkung

Die Verteilung der Fördermittel deutet darauf hin, dass die soziale Staffelung der Förderung greift. Jorrit Bosch, verkehrspolitischer Sprecher der Linkenfraktion, erklärte: „Die ersten Zahlen zeigen, dass die soziale Staffelung zumindest teilweise greift: Fast die Hälfte der Bewilligungen entfällt auf die niedrigste Einkommenskategorie.“ Dennoch wies Bosch auf ein grundlegendes Problem hin: „Viele Menschen mit geringem Einkommen können sich auch mit staatlicher Förderung keinen Neuwagen leisten.“ Er forderte, die Förderung spätestens 2027 auf bezahlbare Gebrauchtwagen auszuweiten, da sonst die Antriebswende für viele unerschwinglich bleibe.

Details zur Förderhöhe

Die Basisförderung für reine Elektroautos beträgt 3.000 Euro. Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro erhalten 4.000 Euro, solche mit maximal 45.000 Euro 5.000 Euro. Für jedes Kind erhöht sich der Betrag um 500 Euro, maximal um 1.000 Euro. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug mindestens drei Jahre lang gehalten wird. Die Einkommensgrenze für die Förderung liegt bei 80.000 Euro pro Haushalt; wer mehr verdient, geht leer aus.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bisherige Besitzverhältnisse

Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass bislang vor allem Gutverdiener E-Autos fahren. Im Jahr 2023 besaßen 6 Prozent aller Haushalte ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid. Bei Haushalten mit einem monatlichen Einkommen unter 2.600 Euro waren es jedoch nur 1,3 Prozent, während es bei Haushalten mit über 5.000 Euro mehr als zehnmal so viele waren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration