Flurfunk und Cover-your-ass-Mails: So erkennen Sie Misstrauen im Team
Flurfunk und Misstrauen: Warnsignale im Team erkennen

Flurfunk und Co.: Was die „Cover-your-ass“-E-Mail über Ihr Team aussagt

Wenn im Team Misstrauen wächst, leidet nicht nur die Stimmung. Woran Sie - etwa in der Kommunikation - erkennen, dass das Vertrauen kippt, und was Expertin Evelyn Wurster rät.

Nach dem Teammeeting bilden sich sofort Grüppchen, die das Gesagte besprechen? Ein Anzeichen für Misstrauen im Team. Ein gutes Teamklima basiert auf Vertrauen. Doch gerade in stressigen Phasen kann Misstrauen wachsen – oft schleichend. Dann leidet nicht nur die Stimmung, sondern auch Produktivität, Innovationskraft und langfristig sogar die Gesundheit.

Warnsignale für sinkendes Vertrauen im Team

Evelyn Wurster, Teamentwicklerin und Beraterin für Führungskräfte, erklärt, welche Warnsignale darauf hindeuten, dass das Vertrauen im Team zu kippen droht. Typisch sind ihr zufolge Situationen wie:

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  • Viele Gespräche finden hinter verschlossenen Türen statt
  • Nach Meetings bilden sich schnell Grüppchen für inoffizielle Nachbesprechungen, nach dem Motto „Was war das denn gerade?“
  • „Cover-your-ass“-E-Mails, wie Wurster es nennt: Teammitglieder versuchen, alles ganz genau zu dokumentieren und setzen möglichst viele Ansprechpartner in CC, um sicherzugehen, dass sie alles richtig gemacht haben und ihnen „keiner an Karren fahren kann“
  • Informationen werden zurückgehalten, weil Teammitglieder nicht wissen, wem sie wirklich trauen können
  • Vorgesetzte wollen verstärkt Prozesse und Abläufe kontrollieren
  • Statt ehrlicher Freude über Erfolge anderer überwiegen Neid und Missgunst
  • Die Kommunikation ist angespannt, der Umgangston wird rauer
  • Viele haben Angst, Entscheidungen zu treffen oder etwas Falsches zu sagen

Frühzeitiges Ansprechen ist entscheidend

Wer diese Signale bemerkt, sollte das Thema möglichst früh ansprechen – am besten anhand konkreter Situationen. Bleibt das Klima dauerhaft belastend, kann es sinnvoll sein, sich Verbündete zu suchen und im Zweifel externe Unterstützung zu holen. Die Expertin betont, dass ein offener Umgang mit den Problemen der erste Schritt zur Lösung ist. Langfristig kann ein vertrauensvolles Teamklima nicht nur die Arbeitsatmosphäre verbessern, sondern auch zu höherer Effizienz und besseren Ergebnissen führen.

Misstrauen entwickelt sich oft unbemerkt und kann sich schnell ausbreiten. Daher ist es wichtig, regelmäßig das Teamklima zu überprüfen und bei ersten Anzeichen von Vertrauensverlust aktiv zu werden. Führungskräfte sollten hier besonders aufmerksam sein und ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Mitarbeiter haben.

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