Jeder Vierte arbeitet zeitweise im Homeoffice: Deutschland über EU-Schnitt
Homeoffice: Jeder Vierte arbeitet zeitweise von zu Hause

Homeoffice in Deutschland: Jeder Vierte arbeitet zeitweise von zu Hause

Das mobile Arbeiten hat sich in Deutschland seit der Corona-Pandemie fest etabliert und wird hierzulande mittlerweile häufiger genutzt als im europäischen Durchschnitt. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes arbeitete im vergangenen Jahr ein Viertel (25 Prozent) aller Erwerbstätigen zumindest zeitweise von zu Hause aus. Dieser Anteil liegt damit etwas höher als in den beiden Vorjahren 2024 (24 Prozent) und 2023 (23 Prozent).

Deutlicher Anstieg im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit

Wie stark sich das Homeoffice inzwischen durchgesetzt hat, zeigt ein Blick auf die Zahlen von 2019. Vor der Pandemie arbeiteten lediglich 13 Prozent der Erwerbstätigen gelegentlich von zu Hause aus. Die Wiesbadener Statistiker betonen, dass sich die Arbeitswelt damit nachhaltig verändert hat. Interessant ist zudem, dass knapp ein Viertel (24 Prozent) derjenigen, die 2025 mobiles Arbeiten nutzten, ausschließlich vom heimischen Schreibtisch aus tätig waren.

Deutschland leicht über EU-Durchschnitt

Im europäischen Vergleich lag Deutschland im vergangenen Jahr mit einem Homeoffice-Anteil von 25 Prozent leicht über dem Durchschnitt der 27 EU-Staaten, der bei 23 Prozent aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren lag. Die höchste Quote verzeichneten wie in den Vorjahren die Niederlande, wo mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Berufstätigen zumindest zeitweise von zu Hause arbeitet. Die niedrigsten Anteile gab es in Rumänien und Bulgarien (jeweils 4 Prozent) sowie in Griechenland (7 Prozent).

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Branchenunterschiede und Altersgruppen

Die Nutzung von Homeoffice variiert stark zwischen verschiedenen Branchen. Besonders verbreitet war das mobile Arbeiten 2025 in Deutschland bei IT-Dienstleistern, in Verwaltungstätigkeiten und in der Unternehmensberatung. In diesen Bereichen lag der Anteil bei jeweils knapp drei Viertel der Beschäftigten.

Besonders beliebt ist das Arbeiten von zu Hause aus in Altersgruppen, die Beruf und Familie miteinander vereinbaren müssen. Den höchsten Homeoffice-Anteil unter den Erwerbstätigen, die gelegentlich am heimischen Schreibtisch arbeiteten, hatten 2025 die 35- bis 44-Jährigen mit 30 Prozent. Bei den 25- bis 34-Jährigen waren es 28 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass flexible Arbeitsmodelle insbesondere für Menschen in der Familienphase an Attraktivität gewonnen haben.

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