Lehrstellenbörse in der Seenplatte: Arbeitsagentur Neubrandenburg startet Hochsaison für Ausbildungssuche
Lehrstellenbörse: Hochsaison für Ausbildungssuche in Seenplatte

Hochsaison für die Suche nach einem Ausbildungsplatz in der Seenplatte

Die Arbeitsagentur Neubrandenburg verstärkt in den kommenden Wochen ihre Bemühungen, um junge Menschen auf die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Region aufmerksam zu machen. Mit öffentlichen Aktionen und intensiven individuellen Gesprächen will die Agentur sowohl Bewerber als auch Unternehmen unterstützen. Die Nachfrage nach Lehrstellen ist aktuell geringer als im Vorjahr, was möglicherweise auf eine verstärkte Nutzung von Online-Angeboten zurückzuführen ist.

Woche der Ausbildung und spezifische Informationsveranstaltungen

Im Rahmen einer „Woche der Ausbildung“ Mitte März plant die Arbeitsagentur verschiedene Aktionen, um das Bewusstsein für Lehrstellenangebote zu schärfen. Besonders hervorzuheben ist die Informationsveranstaltung „Karriere in Uniform“ am 17. März. Hier stellen Einstellungsberater von Polizei, Bundeswehr, Justizvollzug und Zoll mögliche berufliche Perspektiven vor. Solche branchenspezifischen Veranstaltungen sind laut Andreas Wegner, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Neubrandenburg, ideal, um jungen Menschen bei der Berufswahl Orientierung zu bieten.

Ein weiterer wichtiger Baustein sind individuelle Gespräche im Berufsinformationszentrum. Wegner betont: „Wir wollen niemanden verlieren.“ Dies ist besonders relevant, da der aktuelle Anstieg der Arbeitslosenzahlen in der Seenplatte auch viele junge Menschen unter 25 Jahren betrifft. Fast 1.500 der insgesamt 12.715 Jobsuchenden gehören dieser Altersgruppe an.

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Herausforderungen und Trends bei der Ausbildungssuche

Viele Schulabgänger ziehen es vor, zunächst Geld zu verdienen, anstatt direkt eine Ausbildung zu beginnen. Während dies kurzfristig verlockend erscheinen mag, betont Wegner, dass Betriebe vor allem an Fachkräften interessiert sind. Eine nachhaltige berufliche Perspektive und ein sicherer Job mit langfristig besserem Einkommen erfordern in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Seit Herbst haben sich 861 junge Menschen bei der Berufsberatung gemeldet, was etwa 20 Prozent weniger Bewerber sind als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wegner führt diesen Rückgang auf die verstärkte Nutzung von Online-Angeboten zurück, auf die bei Schulveranstaltungen hingewiesen wird. Auch die Zahl der gemeldeten Ausbildungs- und dualen Studienplätze ist leicht rückläufig: 1.105 im Vergleich zu 1.200 im Vorjahr. Dennoch übersteigt das Angebot weiterhin die Nachfrage.

Demografische Daten und regionale Verteilung

Nur etwa die Hälfte der aktuellen Bewerber sind diesjährige Schulabgänger. Fast ebenso viele haben ihre Schulbildung bereits im Vorjahr oder früher abgeschlossen. Mehr als 500 Bewerber verfügen über einen Realschulabschluss, über 200 über einen Hauptschulabschluss. Die Unternehmen erwarten für die angebotenen Lehrstellen in 522 Fällen mindestens einen Hauptschulabschluss und in 450 Fällen einen Realschulabschluss.

Bei den Berufswünschen steht der Verkauf mit über 100 Interessenten an erster Stelle. Besonders gefragt sind auch Positionen in Büro, Verwaltung, Arztpraxen und Fahrzeugtechnik. Die meisten gemeldeten Ausbildungsplätze finden sich in der Kfz-Branche (über 300), im Baugewerbe (187) und im verarbeitenden Gewerbe (160).

Regionale Schwerpunkte und zukünftige Initiativen

Die meisten Bewerber kommen aus Neubrandenburg (268), gefolgt von den Regionen Neustrelitz (141), Waren (134) und Demmin (104). Bei den angebotenen Ausbildungsplätzen liegt Neubrandenburg mit 350 ebenfalls an der Spitze, vor Waren (189), Neustrelitz (176) und Malchin (139).

Andreas Wegner unterstreicht, dass die Bemühungen, Unternehmen und junge Menschen zusammenzubringen, nicht nur auf die „Woche der Ausbildung“ beschränkt sind. Ziel ist es, Schulabgängern einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen und Betriebe bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Besonders Unternehmen, die bisher wenig oder gar nicht ausgebildet haben, sollen ermutigt werden, Ausbildungsplätze anzubieten. Beide Seiten – Betriebe und Bewerber – sind aufgefordert, die Unterstützung der Arbeitsagentur in Anspruch zu nehmen.

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Die Informationsveranstaltung „Karriere in Uniform“ findet am 17. März von 15 bis 17.30 Uhr im Gebäude der Arbeitsagentur am Ponyweg 37–43 in Neubrandenburg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Am 25. und 26. März ist das Jahnsportforum Gastgeber für die Fachmesse vocatium, bei der sich Ausbildungsbetriebe und Hochschulen präsentieren.