Lufthansa-Streik legt Flugverkehr lahm: Piloten und Flugbegleiter fordern höhere Rentenbeiträge
Lufthansa-Streik: Flugverkehr durch Arbeitsniederlegungen lahmgelegt

Lufthansa-Streik legt Flugverkehr an wichtigen Standorten lahm

Bei der Lufthansa haben die angekündigten Streiks der Piloten und Flugbegleiter begonnen, was zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr führt. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Ufo bestätigte in der Nacht die Arbeitsniederlegungen an mehreren Standorten, darunter Frankfurt und Berlin. Die Crews fordern dabei vor allem höhere Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten, ein Anliegen, das bereits seit dem Herbst durch eine Urabstimmung mit deutlicher Mehrheit unterstützt wird.

Umfangreiche Flugstreichungen und Auswirkungen auf Passagiere

Wegen der ganztägigen Arbeitsniederlegungen können hunderte Jets der größten deutschen Airline nicht starten. Das Unternehmen kündigte umfangreiche Flugstreichungen an, ohne zunächst eine genaue Zahl der gestrichenen Verbindungen zu nennen. Auf den Abflugplänen größerer Flughäfen wie Frankfurt und Berlin finden sich nur vereinzelte Lufthansa-Verbindungen, die aufrechterhalten werden sollen. Fluggäste werden aufgefordert, sich vor allem auf digitalen Wegen über den Status ihrer Flüge zu informieren und möglichst nicht auf eigene Faust zum Flughafen zu kommen. Die Lufthansa hat angekündigt, im großen Umfang elektronische Umbuchungen anzubieten, um die Unannehmlichkeiten für Reisende zu minimieren. Erst für den Freitag rechnet die Airline wieder mit der Rückkehr zum normalen Flugplan.

Hintergründe und Forderungen der streikenden Crews

Die rund 4800 Piloten der Lufthansa und der Lufthansa Cargo streiken für höhere Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten. Von einem Streik hatte die Gewerkschaft in den letzten Monaten abgesehen, doch nun eskaliert der Arbeitskampf. Parallel dazu führt die Kabinengewerkschaft Ufo einen Warnstreik durch, um Verhandlungen über Tarifverträge bei der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline zu erzwingen. Ufo argumentiert, dass allein bei der Cityline wegen der Konzernstrategie rund 800 Jobs bedroht seien, und will für die Beschäftigten einen tariflichen Sozialplan aushandeln, der bislang vom Management verweigert werde. Die Gewerkschaft vertritt insgesamt etwa 20.000 Beschäftigte.

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Reaktion der Lufthansa-Führung und wirtschaftliche Lage

Der Lufthansa-Vorstand kritisierte die Crew-Streiks als völlig unnötige Eskalation. Personalvorstand und Arbeitsdirektor Michael Niggemann erklärte in Berlin, dass die Forderungen der Gewerkschaften weitere starke Kostensteigerungen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft bedeuten würden, wo es keinerlei Spielraum gebe. Die Lufthansa-Kerngesellschaft war 2024 in die Verlustzone gestürzt und soll mit einem Sanierungsprogramm namens Turnaround wieder auf Kurs gebracht werden. Am 6. März legt der MDax-Konzern dazu neue Zahlen vor, was die wirtschaftliche Spannung unterstreicht. Die Streiks verdeutlichen somit die anhaltenden Herausforderungen im Luftfahrtsektor und die Konflikte zwischen Gewerkschaftsforderungen und Unternehmensstrategien.

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