Verdi ruft zu neuen Warnstreiks im Handel in sieben Städten auf
Neue Warnstreiks im Handel in sieben Städten

Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Freitag zu bundesweiten Warnstreiks im Handel aufgerufen. In sieben Städten sind zentrale Streikkundgebungen geplant: Dortmund, Berlin, Wiesbaden, Hannover, Oldenburg, Braunschweig und Hamburg. Tausende Beschäftigte sollen ihre Arbeit niederlegen, um den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen.

Verdi kritisiert Arbeitgeber als zeitspielend

„Die Arbeitgeber spielen in dieser Tarifrunde erneut auf Zeit – daher werden wir jetzt den Druck noch einmal erhöhen“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer. „Wer so unverantwortlich mit seinen Beschäftigten umgeht, verspielt die Zukunft der größten privatwirtschaftlichen Branche hierzulande.“ Welche konkreten Handelsunternehmen bestreikt werden, teilte Verdi nicht mit. In den vergangenen Wochen standen unter anderem Kaufland und Ikea im Fokus von Warnstreiks.

Die Auswirkungen der Ausstände bleiben für Kunden häufig überschaubar. Dennoch will die Gewerkschaft mit den Aktionen ihre Forderungen untermauern: Verdi verlangt sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro mehr pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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Arbeitgeber bieten geringere Erhöhung

Die Arbeitgeber haben im Einzelhandel zuletzt in mehreren Bundesländern ein überarbeitetes Angebot vorgelegt. Dies sieht von November an eine Erhöhung um 2,4 Prozent vor und von August 2027 an eine weitere um 2 Prozent – bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Die Gewerkschaft lehnte das Angebot als unzureichend ab.

Die Verhandlungen für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel begannen im April in den ersten Landesbezirken. In der kommenden Woche werden die Gespräche in mehreren Bundesländern fortgesetzt. Die vorherige Tarifrunde zog sich über mehr als ein Jahr hin und endete mit einem Einkommensplus von insgesamt etwa 14 Prozent für die Jahre 2023 bis 2025.

Branche mit Millionen Beschäftigten

Im Handel arbeiten laut Verdi in Deutschland rund 5,2 Millionen Menschen, davon 3,4 Millionen im Einzelhandel. Die Gewerkschaft betont die Bedeutung der Branche für die Wirtschaft und fordert eine deutliche Lohnerhöhung, um die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken.

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