Zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA diskutiert der Trump-Watch-Podcast, wie die Trump-Regierung die Demokratie angreift und wie nachhaltig der Schaden ist. Politikstrategin Cathryn Clüver Ashbrook von der Bertelsmann Stiftung analysiert die jüngsten Urteile des Obersten Gerichtshofs, die sie als schädlich für die Demokratie bewertet.
Oberster Gerichtshof schwächt Kongress und stärkt Präsidenten
Clüver Ashbrook kritisiert insbesondere die Einschränkung der Befugnisse des Kongresses und die Stärkung der präsidialen Macht. „Das ist das, was die Verfassungsväter nicht wollten. Das fanden sie monarchistisch“, erklärt sie. Die Strukturen einer liberalen Demokratie seien gefährdet, und einmal verloren, sei der Rückbau extrem schwierig – eine „historische Aufgabe“.
Demokratiedebatte überzeugt nicht mehr
Die US-Bevölkerung sei mit einer reinen Demokratiedebatte nicht mehr zu gewinnen, so die Expertin. Stattdessen könne man die Menschen damit überzeugen, dass die Korruptheit des jetzigen Präsidenten eingedämmt werden müsse. Zudem warnt Clüver Ashbrook vor dem wachsenden Einfluss des christlichen Nationalismus, der weitaus radikaler sei als die MAGA-Bewegung um Donald Trump.
Die Folge wurde am 2. Juli 2026 veröffentlicht und steht unter den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Hörer können Feedback per E-Mail an trump-watch@handelsblatt.com senden.



