Struff besiegt Nakashima in Wimbledon und fordert Medwedew
Struff besiegt Nakashima und fordert Medwedew

Jan-Lennard Struff hat zum fünften Mal die dritte Runde in Wimbledon erreicht. Der 36-jährige Tennisprofi aus Warstein setzte sich in einem packenden Fünf-Satz-Match gegen den favorisierten US-Amerikaner Brandon Nakashima durch. Die Partie, die am Mittwochabend beim Stand von 2:2-Sätzen abgebrochen worden war, endete am Donnerstag mit 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 7:6 (10:7) für Struff. Damit egalisierte er sein bestes Ergebnis beim Rasen-Grand-Slam-Turnier und spielt zum dritten Mal in Serie um den Einzug ins Achtelfinale.

Herausforderung Medwedew

Am Freitag trifft Struff auf den Russen Daniil Medwedew, der als Nummer 5 der Weltrangliste gesetzt ist. „Natürlich möchte ich zum ersten Mal den Schritt in die vierte Runde gehen“, sagte Struff. „Es ist ein Grand Slam, es ist Wimbledon, es ist schön, ja klar, da ist man top motiviert.“ Die Bilanz gegen Medwedew ist jedoch ernüchternd: Nur einen von neun Vergleichen hat der deutsche Davis-Cup-Spieler gewonnen.

Asse-Rekord und Nervenstärke

Gegen Nakashima schlug Struff insgesamt 45 Asse – bei nur 41 Assen seines Gegners. Im entscheidenden fünften Satz zeigte er große Nervenstärke. Nach einem frühen Aufschlagverlust zum 3:4 glich er mit seinem ersten Break im gesamten Match zum 5:5 aus. Bei 6:5 vergab er einen Matchball, gewann aber den Matchtiebreak mit 10:7. „Ich habe nie aufgehört zu glauben, dass ich gewinnen kann“, kommentierte Struff seinen Sieg. Bereits in der ersten Runde hatte er sich nach einem Rückstand im fünften Satz zurückgekämpft.

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Niederlage für Hanfmann

Weniger erfolgreich war Struffs Doppelpartner Yannick Hanfmann. Der Karlsruher verlor gegen den Russen Karen Chatschanow mit 3:6, 4:6, 4:6 und verpasste damit den erstmaligen Einzug in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers.

Prinzessin Kate zu Gast

Unterdessen besuchte Prinzessin Kate das Turnier in Wimbledon. Sie begrüßte Fans in der berühmten Warteschlange („Queue“) und verfolgte das Spiel des Briten Arthur Fery auf einem Außenplatz. Kate ist Schirmherrin des Rasenklassikers und hatte im Vorjahr die Siegertrophäen an Iga Swiatek und Jannik Sinner überreicht.

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