Die schleswig-holsteinische Familienministerin Karin Prien (CDU) hat sich für eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren für die eigenständige Nutzung sozialer Medien ausgesprochen. Dies gelte für Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat. Das halte sie grundsätzlich für den richtigen Weg, teilte die CDU-Politikerin in Berlin mit.
Hintergrund der Forderung
Prien betonte, dass Kinder und Jugendliche vor den Risiken sozialer Medien geschützt werden müssten. Dazu zählten unter anderem Cybermobbing, Datenschutzverletzungen und die Verbreitung von schädlichen Inhalten. Eine gesetzliche Altersgrenze könne helfen, die Sicherheit von Minderjährigen im Internet zu erhöhen.
Die Ministerin verwies darauf, dass viele soziale Netzwerke bereits ein Mindestalter von 13 Jahren in ihren Nutzungsbedingungen vorschreiben. Diese Regelung werde jedoch häufig umgangen. Eine gesetzliche Verankerung würde die Durchsetzung erleichtern und Plattformen stärker in die Pflicht nehmen.
Reaktionen und Ausblick
Die Forderung von Prien stieß auf geteiltes Echo. Während Kinderschutzverbände den Vorstoß begrüßten, warnten Datenschützer vor zu strengen Regeln, die die Meinungsfreiheit einschränken könnten. Die Debatte um eine Altersgrenze für soziale Medien wird in der Politik weitergeführt.



