Rentenkommission präsentiert 33 Reformvorschläge mit kapitalgedeckter Rente
Rentenkommission: 33 Vorschläge mit kapitalgedeckter Rente

Die Rentenkommission der Bundesregierung präsentiert heute ihren Abschlussbericht mit 33 Reformempfehlungen. Gleichzeitig markiert dies den Beginn entscheidender Wochen für die schwarz-rote Koalition. Die Rentenreform könnte zu einem Wendepunkt werden, wie Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup betont: „Hier zeigt sich, ob die geschwächten bürgerlichen Traditionsparteien noch die Kraft haben, eine wirklich große Reform zustande zu bringen.“

Drei Stärken des Kommissionsvorschlags

Der Rentenfall eigne sich besonders, um Reformtatkraft zu beweisen, da die Expertenkommission ein nahezu umsetzungsreifes Konzept vorgelegt habe. Rürup hebt drei wesentliche Stärken hervor: die Einführung einer kapitalgedeckten Komponente in der gesetzlichen Rente, das Ende der Rente mit 63 und eine verlässliche Formel für den Anstieg der Lebensarbeitszeit. Zur kapitalgedeckten Rente sagt Rürup: „Entscheidend ist, dass es obligatorisch für alle in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert geschieht. Diesen Gedanken hat man wieder aufgegriffen. Das ist richtig.“

„In Summe gehen die Empfehlungen in die richtige Richtung“, so Rürup. Sollte daraus nicht zügig ein Gesetz werden, prophezeit er: „Dann wird man sagen können, dass diese Regierung gescheitert ist.“

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Porsche: Weniger Komplexität, mehr Rendite

Porsche-Chef Michael Leiters übernimmt eine schwierige Aufgabe: Er muss den Sportwagenhersteller nach der Ära von Oliver Blume sanieren. In seiner Rede zur Hauptversammlung kündigt Leiters an: „Unser Portfolio ist zu komplex geworden.“ Die Zahl der Varianten werde reduziert, während das margenträchtige Angebot ausgebaut werde – sowohl bei klassischen Sportwagen als auch bei großen SUVs. Zudem sollen Synergien mit VW-Modellen verstärkt genutzt werden. Die Aktie von Porsche hat sich seit dem Börsengang 144 Prozent schlechter entwickelt als der Dax.

Forschung: China-Kontakte führen zu Eingriffen

Das Bundesforschungsministerium greift hart durch: Cispa-Leiter Michael Backes wurde von seinen Aufgaben freigestellt, nachdem 123 wissenschaftliche Veröffentlichungen mit fragwürdigen chinesischen Einrichtungen geteilt wurden. Deutsche Sicherheitsbehörden haben erhebliche Bedenken. Eine Sonderprüfung soll klären, ob sicherheitsrelevante Ergebnisse ins Ausland gelangten. Bis zum Abschluss der Prüfung müssen alle Projekte mit chinesischen Partnern pausieren.

EU Inc.: Deutsche Bedenken gefährden schnelle Gründungen

Die EU plant, Unternehmensgründungen innerhalb von 48 Stunden digital und ohne Notar zu ermöglichen – für 100 Euro. Doch SPD, Gewerkschaften und Juristen in Deutschland äußern Bedenken, insbesondere wegen möglicher Aushöhlung der Mitbestimmung und des Notariats. Unterstützer fürchten ein Scheitern der Reform. Die EU-Kommission zeigt sich bisher unbeeindruckt: Man verfolge das Projekt weiter.

Bundesbank-Vize: Mehr Tempo bei der Energiewende gefordert

Sabine Mauderer, Vizepräsidentin der Bundesbank, mahnt im Handelsblatt-Interview mehr Tempo bei der Energiewende an. Deutschland decke noch 67 Prozent seines Energiebedarfs durch Importe, Europa 57 Prozent. Mit einer Änderungsrate von 2,7 Prozent pro Jahr sei die Abhängigkeit in zehn Jahren noch nicht ausreichend reduziert. „Es braucht deutlich mehr Tempo bei der Energiewende“, sagt Mauderer, denn wer den Energiebedarf sicher und günstig decken könne, habe den Standortvorteil.

Alan Greenspan: Ehemaliger Fed-Chef mit 100 Jahren gestorben

Alan Greenspan, von 1987 bis 2006 Vorsitzender der US-Notenbank, ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Die Federal Reserve bestätigte seinen Tod. Greenspan galt als „Maestro“ der Geldpolitik. Roger Ferguson, ehemaliger stellvertretender Fed-Vorsitzender, würdigte ihn: „Er gehörte zu den Ersten, die den Einfluss der Technologie auf die steigende Produktivität erkannten.“ Dies habe geholfen, die Geldpolitik auf Wachstum ohne Inflation auszurichten.

Kino: Toy Story 5 spielt 312 Millionen Dollar ein

Der fünfte Teil der Toy-Story-Reihe startete mit einem Rekord: 312 Millionen Dollar am Eröffnungswochenende. Der Film handelt von einem froschförmigen Tablet namens „Lilypad“, das die klassischen Spielzeuge bedroht.

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