Die spanische Großbank Santander hat einem Medienbericht zufolge Gespräche mit Gewerkschaften über ein freiwilliges Vorruhestandsangebot für bis zu 3000 Mitarbeiter in ihrem Heimatmarkt aufgenommen. Dies berichtete die spanische Zeitung „Expansion“ am Mittwoch.
Santander bestätigt Verhandlungen, aber keine konkreten Zielvorgaben
Santander bestätigte die Verhandlungen, teilte jedoch mit, es gebe noch keine konkreten Zielvorgaben für die Zahl der betroffenen Mitarbeiter. Die Gespräche befinden sich demnach in einem frühen Stadium.
KI-Initiativen sollen ab 2028 eine Milliarde Euro einsparen
Banken in ganz Europa bereiten sich derzeit auf die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) vor, die den Betrieb verschlanken und den Personalbedarf senken soll. Santander hatte im Februar angekündigt, durch KI-Initiativen bis 2028 mehr als eine Milliarde Euro einsparen zu wollen.
In den vergangenen zwei Jahren hat die Bank bereits weltweit die Zahl ihrer Mitarbeiter um rund 14.000 auf unter 200.000 gesenkt. Der Stellenabbau erfolgte vor allem durch natürliche Fluktuation und freiwillige Programme.
Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in der Bankenbranche
Die Entwicklung bei Santander ist ein weiteres Beispiel für den tiefgreifenden Wandel, den die Digitalisierung und der Einsatz von KI in der Finanzbranche auslösen. Analysten erwarten, dass in den kommenden Jahren zehntausende Arbeitsplätze bei Banken in Europa wegfallen könnten.
Der Vorruhestand für bis zu 3000 Mitarbeiter in Spanien wäre einer der größeren Schritte in diesem Bereich. Santander beschäftigt in Spanien rund 95.000 Mitarbeiter.



