Magen-Darm-Virus schwächt St. Pauli vor Leipzig-Spiel
St. Pauli: Virus vor Leipzig-Spiel

Der FC St. Pauli hat in Leipzig eines seiner besten Spiele der vergangenen Wochen gezeigt, musste sich aber mit 1:2 geschlagen geben. Schlager (45.) und Orban (55.) trafen für RB, das sich damit für die Champions League qualifizierte. Der eingewechselte Abdoulie Ceesay sorgte mit seinem Tor zum 1:2 (86.) noch einmal für Spannung. Jackson Irvines Direktschuss landete in der Nachspielzeit in den Armen von Leipzigs Torwart Vandervoort (90.+4). Der Kiez-Klub (17.) hat nun am kommenden Samstag ein reines Abstiegs-Endspiel gegen Wolfsburg (16./0:1 gegen Bayern).

Vier Profis angeschlagen

Ein Gegner schlug bei St. Pauli schon vor dem Anpfiff zu: Ein Magen-Darm-Virus dezimierte den ohnehin schmalen Kader weiter. David Nemeth, der als linker Innenverteidiger starten sollte, musste passen. Bei Abwehrchef Hauke Wahl reichte es nur für die Bank. Louis Oppie hielt 64 Minuten durch, für ihn kam Fin Stevens zu seinem Saisondebüt – bisher hatte er in zwei Jahren nur eine Bundesliga-Minute gespielt. Adam Dzwigala war gleich in Hamburg geblieben.

Leipzigs Druck und St. Paulis Chancen

RB Leipzig begann druckvoll, der Klub feierte sein zehnjähriges Bundesliga-Jubiläum und wollte mit einem Sieg die Königsklasse perfekt machen. St. Pauli kämpfte sich nach einer Viertelstunde frei, hatte gute Umschaltmomente und die große Chance auf das 1:0. Andreas Hountondji legte im Sechzehner auf Martijn Kaars ab, der Holländer knallte den Ball an die Latte. „Es war nicht so einfach mit links. Die lange Ecke war geschlossen, da musste ich viel Geschwindigkeit auf den Ball geben. Es haben zehn oder 20 Zentimeter gefehlt“, sagte Kaars. Leipzig machte es besser: Nach einer Ecke wurde Schlager von hinten angeköpft, der Österreicher drehte sich und schlenzte den Ball in den Winkel – das 0:1 unmittelbar vor der Halbzeit. Nach der Pause traf Orban (55.) erneut nach einer Ecke mit dem Kopf. Irvine legte dann den Anschlusstreffer für Ceesay vor (86.), mehr war nicht drin.

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Auftritt macht Mut für das Endspiel

Trainer Alexander Blessin zeigte sich trotz der Niederlage zuversichtlich: „Die Jungs hatten anerkannt, dass die letzten zwei Spiele nicht gut waren und wir Buße tun müssen. Das Spiel ist ein Mutmacher und muss uns Sicherheit geben.“ Für das Endspiel um den Relegationsplatz muss St. Pauli gegen Wolfsburg unbedingt gewinnen. Ob das am Ende reicht, hängt auch davon ab, wie Heidenheim am Sonntag gegen Köln und am letzten Spieltag gegen Mainz punktet. Kapitän Irvine ergänzte: „Wir sahen richtig gefährlich aus, haben ganz anders gespielt. Es war so wie in den ersten Spielen in dieser Saison. Das muss uns Vertrauen und Zuversicht geben, dass wir das Spiel nächste Woche gewinnen können.“ Bis dahin sollten die vom Virus geplagten Spieler zurück sein.

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