Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst der Länder ziehen sich weiter in die Länge
Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst ziehen sich weiter

Tarifgespräche für öffentlichen Dienst der Länder in der Verlängerung

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder ziehen sich weiter in die Länge und dauern deutlich länger als ursprünglich geplant. Eigentlich sollten die Gewerkschaften mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder bis Freitagabend einen neuen Tarifvertrag abschließen, doch der Durchbruch lässt weiter auf sich warten.

Kein Ergebnis vor Samstagvormittag erwartet

Sprecher von Gewerkschaften und Arbeitgeberseite bestätigten in der Nacht in Potsdam, dass vor Samstagvormittag mit keinem Ergebnis zu rechnen ist. Sie betonten zwar, dass man sich auf eine Einigung zubewege, doch seien noch mehrere entscheidende Punkte offen. Die dritte Verhandlungsrunde hatte bereits am Mittwoch begonnen und sollte eigentlich am Freitag enden.

Die Gewerkschaften Verdi und dbb Beamtenbund verlangen sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro zusätzlich pro Monat für die rund 900.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hat nach Angaben von Verhandlungsführer Andreas Dressel „Angebote gemacht, die im Volumen über 5 Prozent liegen“. Ein wesentlicher Streitpunkt bleibt dabei auch die Laufzeit des neuen Tarifvertrags.

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Warnstreiks und große Betroffenheit

Zuvor hatten die Gewerkschaften mit umfangreichen Warnstreiks erheblichen Druck aufgebaut, um ihre Forderungen durchzusetzen. Wenn der Abschluss wie üblich auf die mehr als 1,3 Millionen Beamten und Pensionäre übertragen wird, sind insgesamt etwa 2,2 Millionen Menschen von den Ergebnissen dieser Verhandlungen betroffen. Dies unterstreicht die enorme Bedeutung der laufenden Gespräche für den gesamten öffentlichen Sektor.

Verdi-Chef Frank Werneke informierte während der Verhandlungen immer wieder zwischendurch seine Kollegen über den aktuellen Stand. Auch der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel gab seinen Länderkollegen regelmäßig Zwischenstände bekannt. Die komplexen Verhandlungen erfordern offenbar mehr Zeit als zunächst angenommen, um eine tragfähige Lösung für alle Beteiligten zu finden.

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