Die erwartete Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt bleibt in Thüringen in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück. Im April verzeichnete der Freistaat lediglich einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Laut der Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur waren 71.417 Menschen arbeitslos gemeldet – ein Rückgang um 825 Personen im Vergleich zum März, aber ein Anstieg um 758 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Arbeitslosenquote sinkt leicht
Die Arbeitslosenquote belief sich im April auf 6,5 Prozent, was einem Rückgang um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat entspricht. Im April 2025 hatte die Quote noch bei 6,4 Prozent gelegen. Besonders betroffen sind Arbeitnehmer ab 50 Jahren sowie Langzeitarbeitslose, die nur schwer eine neue Stelle finden.
Experten sehen keine echte Besserung
Markus Behrens, Chef der Regionaldirektion, kommentierte die Entwicklung: „Zwar sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Zuge der Frühjahrsbelebung, doch saisonbereinigt erkennen wir keine echte Verbesserung.“ Er bezeichnete die weitere Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit als Warnsignal. Die Zahl der Neueinstellungen bleibe insgesamt verhalten.
Die schwache Konjunktur macht sich deutlich bemerkbar. Von der üblichen Frühjahrsbelebung ist wenig zu spüren, was die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt unterstreicht. Die Agenturen beobachten die Entwicklung mit Sorge, insbesondere im Hinblick auf ältere Arbeitnehmer und Langzeitarbeitslose, die von der allgemeinen Erholung oft abgehängt werden.



