Peter Tiedes scharfe Kritik an Warnstreiks im öffentlichen Dienst
In einem leidenschaftlichen Kommentar fordert Peter Tiede ein Ende der sogenannten spätsozialistischen Streik-Folklore. Der Autor bezieht sich dabei auf die aktuellen Warnstreiks im öffentlichen Dienst, die am Dienstag in Düsseldorf stattfanden. Tiede betont, dass er grundsätzlich jedem mehr Gehalt gönne, dieses aber verdient sein müsse – im doppelten Sinne des Wortes.
Die finanzielle Realität der Tarifverhandlungen
Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in den Ländern platzt Tiede die Hutschnur. Er stellt klar: Das Geld ist nicht da! Im Gegenteil müsse die Frage erlaubt sein, ob Deutschland sich diesen Staatsdienst in seiner jetzigen Form überhaupt noch leisten könne und wolle. Die Löhne und Pensionen der Länder und des Bundes würden in wenigen Jahren die Haushalte sprengen.
Tiede räumt ein, dass selbst Nicht-Beamte im öffentlichen Dienst Privilegien genießen, von denen Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft nur träumen könnten. Dies werfe er keinem Einzelnen bei der Polizei oder in Kliniken vor, aber man könne dafür auch mal auf dem Teppich bleiben.
Kritik an der Streikpraxis
Besonders empört zeigt sich Tiede über die aktuelle Streikpraxis. Warnstreiks? – fragt er provokant. Seine Argumente:
- Die Verhandlungen sind nicht gescheitert
- Es besteht keine Notwehrsituation
- Die Versorgungslage ist nicht prekär
Es sei weitestgehend klar, dass man sich in Potsdam darauf einigen werde, mehr Geld für weniger Leistung zu zahlen. Trotzdem würden wieder Millionen Deutsche – die mit ihrer Arbeit die Gehälter der meisten Staatsdiener erst verdienen müssten – in Geiselhaft genommen. Verkehr und Ämter würden lahmgelegt.
Forderung nach Konsequenzen
Diese Praxis bezeichnet Tiede als spätsozialistische Dekadenz, die er auch bei den Piloten der Lufthansa beobachtet. Sein Fazit: Diese Streik-Folklore schaffe bei ihm nur den immer drängenderen Wunsch, für Angestellte beim Staat das Streikrecht einzuschränken. Und zwar zackig!
Der Autor positioniert sich damit klar gegen die aktuelle Streikkultur und fordert ein Umdenken in den Tarifauseinandersetzungen des öffentlichen Dienstes.



