Viele Menschen scheitern an einem einzigen Liegestütz – doch das ist kein Grund aufzugeben. Selbst eine ehemalige Tänzerin des Friedrichstadt-Palastes hatte anfangs Schwierigkeiten. „Ich konnte mich keinen Millimeter vom Boden wegdrücken“, erinnert sie sich. Der größte Fehler sei es, die Übung sofort perfekt ausführen zu wollen. „So funktioniert Krafttraining meist nicht. Der Körper muss die Bewegung erst lernen.“
Trainerin zeigt den Weg zum ersten Liegestütz
Als die Trainerin zum ersten Mal zehn Liegestütze forderte, setzte sich die Tänzerin lieber in den Schneidersitz. „Ich hab’s versucht. Es funktioniert nicht. Ich kann mich nicht hochdrücken“, lautete ihre Begründung. Doch die Trainerin ließ sie nicht davonkommen. Stattdessen zeigte sie eine Methode, die bis heute vielen Anfängern hilft: Schrittweises Vorgehen statt Perfektion.
Liegestütze Schritt für Schritt lernen
Der erste Schritt waren Liegestütze auf den Knien. Dadurch wird weniger Körpergewicht bewegt und die Muskulatur gewöhnt sich langsam an die Belastung. Danach lag der Fokus auf der Körperspannung: „Ein guter Liegestütz beginnt nicht mit den Armen, sondern mit einem stabilen Rumpf“, erklärt die Tänzerin. Erst wenn der Körper wie ein Brett gehalten wird, wird die Übung leichter. Anschließend trainierten sie das kontrollierte Absenken aus der Plank-Position – das Hochdrücken spielte zunächst keine Rolle.
Warum viele am Hochdrücken scheitern
Vielen fehlt die Kraft für die Aufwärtsbewegung. Deshalb wurde zunächst nur ein Teil des Körpergewichts aktiv nach oben gedrückt. Erst später kam die komplette Bewegung dazu. Der Körper gewöhnt sich Schritt für Schritt an die Belastung, aus einzelnen Teilbewegungen entsteht irgendwann ein vollständiger Liegestütz. Nach mehreren Wochen Training war es auch bei der Tänzerin so weit: „Zu meiner aktiven Zeit im Friedrichstadt-Palast konnte ich problemlos mehr als zwei Minuten am Stück Liegestütze machen. Selbst heute schaffe ich ohne Aufwärmen noch etwa 15 bis 20 Wiederholungen.“ Ihr Fazit: „Wer heute noch keinen einzigen Liegestütz schafft, kann mit den richtigen Zwischenschritten oft mehr erreichen, als er selbst glaubt.“



