Airfield One in Pritzwalk: Qualität vor Masse bei Auto- und Tuningtreffen
Airfield One: Qualität vor Masse bei Tuningtreffen

Wo sonst Flugzeuge starten, reihten sich am Samstag glänzende Karossen Stoßstange an Stoßstange: Das Airfield One verwandelte den Flugplatz in Pritzwalk am 9. Mai zum fünften Mal in einen Treffpunkt für die Tuningszene. Trotz bewölkten Himmels und frischem Wind herrschte beste Laune. Rund 400 Besucher schlenderten zwischen den Fahrzeugen entlang, blieben an offenen Motorhauben stehen oder diskutierten über Felgen, Fahrwerke und Lackierungen. Insgesamt 130 ausgewählte Autos kamen auf das Gelände. Für die Veranstalter Christian Brauer und Lars Strathausen war dies ein voller Erfolg.

Qualität statt Masse als Erfolgsrezept

„Genau diese Mischung macht das Treffen aus“, sagte Brauer zufrieden. Qualität statt Masse sei von Anfang an das Ziel gewesen. Tatsächlich wirkte das Treffen familiär, entspannt und gleichzeitig detailverliebt. Während aus Lautsprechern Musik lief, zog der Duft von Streetfood über das Gelände, Kinder tobten auf der Hüpfburg und immer wieder hallten Motorengeräusche über die ehemalige Startbahn. Die ausgewählten Fahrzeuge sorgten als Hingucker für Begeisterung.

Highlights: Vom Demogorgon-BMW bis zum Trabant

Besonders auffällig an diesem Samstag war ein BMW 8er Coupé mit aufwendiger „Stranger Things“-Folierung. Über die komplette Karosserie zogen sich düstere Motive aus der Netflix-Serie, leuchtende Rot- und Blautöne wechselten sich ab. Selbst der Demogorgon durfte nicht fehlen – die Horrorfigur saß auf dem Beifahrersitz und wurde schnell zum beliebten Fotomotiv. Nicht weniger Aufmerksamkeit bekam ein knallgelber Ford Mustang, der mit aggressivem Bodykit, schwarzen Akzenten und breiter Front wirkte, als wäre er direkt aus einem US-Actionfilm auf das Gelände gerollt. Immer wieder blieben Besucher davor stehen, zückten ihre Handys oder diskutierten über Umbauten und Leistung.

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Zwischen modernen Sportwagen und aufwendig getunten Fahrzeugen sorgten auch Klassiker für Begeisterung. Ein rotes VW Golf Cabrio der dritten Generation zeigte, dass dezentes Tuning und gepflegte Originaloptik zeitlos funktionieren. Tief gelegt, mit auffälligen Felgen und offenem Verdeck, passte der Wagen perfekt in die entspannte Atmosphäre. Daneben zog ein Trabant mit hellgrauer Lackierung die Blicke auf sich – kombiniert mit einer auffällig restaurierten Simson in leuchtendem Gelb. Gerade diese Mischung aus Ost-Klassikern, modernen Sportwagen und individuellen Projekten machte den Reiz des Treffens aus.

Bereits zweites Treffen im September geplant

Das nächste Kapitel steht bereits fest: Am 19. September folgt die zweite Ausgabe des „Airfield One“ – dann in Wittstock/Dosse. Geplant ist ein verlängertes Programm bis in die Abendstunden. Wenn die Sonne langsam untergeht und sich Licht in Lack, Chrom und Scheiben spiegelt, soll dort noch einmal eine ganz besondere Stimmung entstehen. Für Brauer und Strathausen zeigt das Treffen schon jetzt, wie lebendig die Autoszene im Nordosten geblieben ist. Nicht nur schnelle Fahrzeuge stehen dabei im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen dahinter – Schrauber, Sammler und Besucher, die ihre Leidenschaft teilen.

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