Kimi Antonelli, der Spitzenreiter der Formel 1, verzichtet beim Großen Preis von Österreich in Spielberg trotz extremer Hitze auf eine Kühlweste. „Ich bin Italiener, ich bin dieses Wetter gewohnt“, sagte der 19-jährige Mercedes-Fahrer vor dem Rennen am Sonntag (15.00 Uhr/Sky). Die Temperaturen werden bis zu 36 Grad Celsius erreichen, der Automobilweltverband Fia hat das Rennen offiziell als mit hoher Hitzegefahr eingestuft. Ab 31 Grad Celsius wird diese Warnung ausgegeben, die es den Fahrern erlaubt, speziell konzipierte Kühlwesten zu nutzen.
Antonelli erinnert sich an technische Probleme in Austin
Antonelli hat jedoch schlechte Erfahrungen mit der Kühlweste gemacht. „Ja, es ist definitiv sehr warm, im Auto wird man ordentlich schwitzen, aber die Weste kam letztes Mal nicht gut bei mir an“, erzählte er. Im Vorjahr beim WM-Lauf in Austin im US-Bundesstaat Texas hatte es ein technisches Problem gegeben: „Im Auto ist es total heiß geworden, danach war ich ziemlich fertig“, sagte der Italiener. Er wolle warten, bis das System ausgereifter ist, auch wenn es bereits Verbesserungen gibt. Auch der viermalige Weltmeister Max Verstappen aus den Niederlanden verzichtet auf die Weste.
Antonelli setzt auf körperliches Training gegen die Hitze
Statt auf technische Hilfsmittel setzt Antonelli auf hartes körperliches Training, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen. „Es ist sehr warm, also muss sich der Körper auch anpassen“, sagte er: „Und ich habe versucht, mich so gut wie möglich anzupassen, um die Hitze im Auto so wenig wie möglich zu spüren.“
Druck durch Hamilton: „Das wird eine harte Nummer“
Nach einem Defekt ohne WM-Punkte zuletzt in Barcelona muss Antonelli in der Steiermark den nächsten Angriff von Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari abwehren. „Das wird eine harte Nummer“, sagte Antonelli mit Blick auf den 22 Jahre älteren Briten, der in der Gesamtwertung 41 Zähler hinter ihm liegt und zuletzt in Spanien gewonnen hatte: „Er ist in Topform und es wird schwer gegen ihn, weil er super gut gefahren ist.“ Antonelli selbst gewann allerdings fünf der bisherigen sieben Saisonrennen und führt noch recht komfortabel. Vielleicht ist die erwartete Hitze sogar ein Vorteil für ihn. „Man wird ordentlich schwitzen“, so Antonelli.



