Apple hat die Preise für mehrere Produkte drastisch angehoben. Das Basis-iPad kostet nun 32 Prozent mehr, die TV-Box mit 128 Gigabyte Speicher sogar rund 66 Prozent mehr. Grund sind massiv gestiegene Kosten für Speicherchips, die für den Ausbau von KI-Rechenzentren benötigt werden.
Tim Cook: Preiserhöhungen „unvermeidlich“
Apple-Chef Tim Cook sagte dem Wall Street Journal, die Preiserhöhungen seien „unvermeidlich“ gewesen. Das Unternehmen führt die Anhebung offiziell auf gestiegene Komponentenkosten zurück. Branchenkenner sehen jedoch einen tieferen Zusammenhang: Der immense Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach Speicherchips und anderen Komponenten in die Höhe.
KI-Boom treibt Kosten weltweit
Nicht nur Apple, sondern auch Amazon, Microsoft, Google und Meta investieren massiv in neue Rechenzentren. Diese benötigen Chips, Glasfaserkabel und Speichermedien in bisher ungekannten Dimensionen. Die weltweite Nachfrage treibt die Preise auf den Weltmärkten nach oben. Jeder, der zuletzt einen USB-Stick kaufte, habe die Preissteigerungen bereits bemerkt, so ein Marktbeobachter.
iPhone-Preise noch stabil – aber für wie lange?
Bislang sind die Preise für iPhones stabil geblieben. Experten warnen jedoch, dass sich dies schnell ändern könnte. Der Ausbau der Rechenzentren schreitet unvermindert voran, und die Kosten werden schrittweise an die Endkunden weitergegeben. Die Frage sei nicht ob, sondern wann die iPhone-Preise steigen, so ein Analyst.
Branche unter Druck
Die gesamte Tech-Branche steht vor der Herausforderung, die Kostenexplosion für KI-Infrastruktur zu bewältigen. Während Apple die Preise nun erhöht hat, beobachten andere Hersteller die Entwicklung genau. Verbraucher müssen sich auf weiter steigende Preise für Elektronikprodukte einstellen, da der KI-Hype die globalen Lieferketten und Rohstoffmärkte belastet.



