Martín Demichelis (45) hat bei RB Leipzig einen Vertrag bis 2028 unterschrieben und löst Ole Werner (38) ab. Die Verpflichtung des Argentiniers sorgte bei den RB-Fans teils für Kopfschütteln, doch in seiner Heimat wird der Wechsel als große Chance gesehen.
Argentinischer Journalist: Demichelis ist methodisch und konsequent
Matías Mancuso (22), der für die argentinische Sporttageszeitung „Diario Olé“ über River Plate berichtet, kennt Demichelis aus dessen Zeit als Cheftrainer des Traditionsclubs von Januar 2023 bis Juli 2024. „Nach seiner Zeit bei River Plate hat alles, was Demichelis tut, Auswirkungen in Argentinien. Es war eine große Nachricht, als er bei Mallorca übernahm. Und auch seine Bekanntgabe in Leipzig sorgte in den sozialen Netzwerken und den Medien für große Resonanz“, erklärte Mancuso gegenüber BILD.
Mancuso ist überzeugt, dass Demichelis auch in Leipzig erfolgreich sein kann: „Micho ist ein sehr methodischer Trainer, der seine Spielidee sehr konsequent verfolgt. Ich glaube, wenn man ihm Zeit gibt, sich einzuarbeiten, kann er Großes erreichen.“
Spielphilosophie: Ballbesitz, hohes Pressing, positionsorientiertes Spiel
Bei River Plate gewann Demichelis die argentinische Meisterschaft 2023 sowie zwei Supercup-Titel. Mancuso beschreibt die wichtigsten Merkmale seiner Mannschaften: „Der Fokus auf Ballbesitz, hohes Pressing nach Ballverlust und ein positionsorientiertes, funktionales Spiel.“ Der Journalist betont, dass Demichelis ein „Spielerversteher“ sei und es ihm in der Anfangszeit bei River gelungen sei, ein Team zu formen, das sehr guten und erfolgreichen Fußball spielte.
Demichelis hat aus Fehlern gelernt
Nach 18 Monaten bei River Plate wurde Demichelis entlassen, nachdem die Erfolge ausblieben und ein Hintergrundgespräch mit einem Journalisten öffentlich wurde. „Er hatte Interna aus dem Team erzählt. Als das bekannt wurde, war das Klima in der Kabine zerstört und er wurde dafür auch von den Fans kritisiert. Das hat ihm damals sehr geschadet. Es scheint aber so, als hätte Demichelis aus dem Fehler gelernt“, so Mancuso.



