Das Saisonfinale steht am Sonntag in Elversberg (15:30 Uhr/live bei Sky) zwar noch bevor, doch im Hintergrund laufen bei Absteiger Münster bereits die Planungen und Gespräche für die kommende Drittliga-Spielzeit auf Hochtouren. Einer, der die „Schwarz-Weiß-Grünen“ am liebsten hinter sich lassen möchte, ist Oliver Batista-Meier (25). Der Offensivspieler, mit feiner Technik ausgestattet, kam zuletzt unter Neu-Trainer und „Feuerwehrmann“ Alois Schwartz (59) kaum noch zum Zug. Außerdem will er unbedingt weiter im deutschen Fußball-Unterhaus sein Können beweisen. Doch da gibt es ein Problem: Eine Ausleihe als Lösungsidee.
Darum will Olli die Preußen verlassen
Fakt ist: Seit Erfolglos-Coach Alexander Ende (46), dessen absoluter Wunschspieler er war, gefeuert wurde, fand sich Batista-Meier fast nur noch auf der Bank wieder. Zuletzt beim Heim-1:1 gegen Darmstadt blieb er erneut ohne Einsatzminute. Der frühere Junioren- und U23-Spieler der Bayern hat in Münster vor dieser Saison einen Vertrag bis 2028 unterschrieben, der auch für die 3. Liga gültig ist. BILD weiß allerdings von einer Klausel, wonach er für eine festgeschriebene Ablöse trotzdem früher raus kann. Nur ist die mit angeblich rund 400.000 Euro ziemlich knackig. Die Frage dürfte deshalb sein: Findet sich wirklich ein Verein, der bereit ist, für Batista-Meier derart tief in die Tasche zu greifen?
Klar, der Verdacht liegt nahe, dass Fortuna Düsseldorf interessiert sein könnte. Nicht zuletzt, weil dort inzwischen sein „Trainer-Vater“ Ende an der Seitenlinie steht. Doch bevor der Wechsel zu den Rheinländern zu einem ernsthaften Thema werden kann, müssen die erst einmal selbst den Klassenerhalt schaffen. Hinzu kommt, dass Olli in den vergangenen Wochen nicht mehr allzu viel Eigenwerbung im „Adlertrikot“ betreiben konnte. Sechs Tore und vier Assists sind zwar eine durchaus passable Quote. Aber reicht die aus, um so viel Kohle für ihn zu bezahlen?
Eine schwierige Gemengelage. Einerseits macht es wenig Sinn, weiter mit ihm zu planen, wenn er keinen echten Bock mehr hat. Preußen braucht für den Neuaufbau zwingend Spieler, die für den Club und seinen Weg brennen. Andererseits dürften die Sport-Bosse kaum gewillt und in der finanziellen Situation sein, „Olli“ unter Wert abzugeben. Eine Lösung, die alle Beteiligten zufriedenstellen könnte, wäre womöglich eine Ausleihe. Die „Adlerträger“ würden somit eine Zwischensumme kassieren und hätten zudem einen ihrer Top-Verdiener von der Gehaltsliste. Wodurch gleichzeitig wiederum finanzielle Mittel für Neuzugänge locker gemacht würden. Während Batista-Meier versuchen könnte, bei einem anderen Zweitligisten Fuß zu fassen. Nach BILD-Informationen sollen bereits in den nächsten Tagen entsprechende Verhandlungen aufgenommen werden.
Bouchama im Fokus von Rot-Weiss Essen
Wie zu erwarten, sind nach der missglückten Rettung auch sofort wieder die alljährlichen Gerüchte um Rot-Weiss Essen und Yassine Bouchama (28) neu entflammt. Laut Berichten der WAZ war Sportdirektor Marcus Steegmann (44) am Sonntag sogar im LVM-Stadion, um Münsters Mittelfeldspieler gegen die „Lilien“ zu beobachten. Dessen Arbeitspapier läuft zwar am Saisonende aus. Dennoch versichert Bouchama: „Ich hatte jetzt vier überwiegend tolle Jahre in Münster. Deshalb sind die Preußen auch mein erster Ansprechpartner.“ Falls sie überhaupt mit ihm verlängern wollen. Wobei der gebürtige Essener sicherlich kein abgespecktes Angebot akzeptieren und annehmen würde. Im Gegenteil. Bouchama hat eine starke Entwicklung genommen und konnte sich mittlerweile zu einem echten Leistungsträger hocharbeiten. Der garantiert auch in der 3. Liga mit Herz und Leidenschaft vorangehen würde. Sollten die Rot-Weissen allerdings noch den Sprung in die 2. Liga packen und gute Konditionen aufrufen, wären das sicherlich zwei lukrative Argumente für seinen Abschied von der Hammer Straße. Nach aktuell 111 Einsätzen im Adler-Trikot.
Podcast-Tipp: Preußen Privat
Was Sie schon immer über den Abstieg der Preußen und ihren geplanten Neustart in der 3. Liga wissen wollten: Die neue Folge vom beliebten Insider-Podcast „Preußen Privat“ aus der kultigen Bode-Loge ist ab sofort abrufbar. Zu Gast sind Präsident Christian Pander (42) und sein Vize Christoph Mangelmans (42), die offen und ehrlich Stellung beziehen zu den Gründen für Münsters bitteren Zweitliga-Abstieg. Aber auch schon einen Ausblick darauf geben, wie der Drittliga-Neustart gelingen soll. Definitiv das richtige „Reise-Futter“ für die zahlreichen Auswärtsfahrer, die sich am Sonntag noch einmal auf die lange Reise nach Elversberg machen. Aber auch für alle anderen, die es mit den Preußen halten. Jederzeit kostenlos reinhören unter www.preussenprivat.de und überall dort, wo es gute Podcasts (u.a. Spotify) gibt.



