Autokonzerne kürzen Rabatte auf E-Autos – Verbrenner wieder günstiger
Autokonzerne kürzen Rabatte auf E-Autos

Die staatliche Kaufprämie soll den Absatz von Elektroautos in Deutschland ankurbeln – doch die Autohersteller konterkarieren diese Förderung durch eine gegenläufige Rabattpolitik. Im Juni 2026 erhalten Verbrenner erstmals seit einem Jahr höhere Preisnachlässe als E-Autos, wie das Center Automotive Research (CAR) in seiner aktuellen Marktstudie feststellt. Dadurch schmilzt der Vorteil der staatlichen Prämie für viele Käufer dahin.

Rabatte auf E-Autos sinken, Verbrenner werden günstiger

Konkret sank der durchschnittliche Preisnachlass bei den 20 meistverkauften Elektrofahrzeugen von 19,5 Prozent im Januar auf 17,8 Prozent des Listenpreises. Bei Verbrennern stieg der Rabatt dagegen auf durchschnittlich 18,4 Prozent. Dadurch sind Verbrenner in der Anschaffung durchschnittlich 1.997 Euro billiger als vergleichbare E-Autos – im Dezember 2025 betrug der Abstand nur gut 1.300 Euro. Die staatliche Förderung ist in diesem Vergleich nicht berücksichtigt, da sie vom Fahrzeug und den Einkommensverhältnissen des Käufers abhängt.

Kaufprämie kommt vor allem asiatischen Herstellern zugute

CAR-Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer betont, dass die staatliche Prämie vor allem Importeuren aus China, Korea und Europa zugutekommt. „Deutsche Premiumhersteller wie Audi, BMW, Mercedes, Porsche und ihre Jobs in Deutschland haben wenig davon“, sagt Dudenhöffer. Die Förderung konzentriere sich auf günstige Einstiegs-E-Autos, die oft von ausländischen Herstellern angeboten werden.

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Fördermittel zur Hälfte aufgebraucht

Die staatliche E-Auto-Prämie gilt seit dem 1. Januar 2026 für Privatautos, nicht für Dienstwagen. Die Höhe des Zuschusses liegt zwischen 1.500 und 6.000 Euro, abhängig vom Fahrzeug und Haushaltseinkommen (maximal 80.000 Euro). Nach Dudenhöffers Einschätzung waren die für 2026 vorgesehenen Fördermittel Mitte Juni bereits zur Hälfte aufgebraucht. Das Budget könnte daher schon vor Jahresende vorübergehend erschöpft sein. Zuletzt hatten E-Autos und Plug-in-Hybride einen Marktanteil von 35 Prozent in Deutschland erreicht.

Künstlich hohe Preise durch Subventionen

Dudenhöffer kritisiert, dass die staatliche Subvention die Preise für Elektroautos künstlich hochhalte. Nach dem Förderende werde es schwer, wieder zum Normalbetrieb zurückzukehren. Die Hersteller nutzen die Prämie offenbar, um ihre Margen zu stützen, statt die Preise zu senken. Dies könnte langfristig den Absatz von E-Autos bremsen, sobald die Förderung ausläuft.

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