Traum vom Eigenheim in Wittenberg: Bauanträge halbiert
Bauanträge in Wittenberg halbiert

Die Zahl der Bauanträge für Wohnungsbauten im Landkreis Wittenberg ist nach einem Höhepunkt während der Corona-Pandemie drastisch gesunken. Das zeigen aktuelle Zahlen der Kreisverwaltung, die der Mitteldeutschen Zeitung vorliegen. Demnach hat sich die Anzahl der Anträge auf Wohnbebauung seit 2020 von damals 330 auf zuletzt nur noch 158 fast halbiert. Im Gegensatz dazu blieb die Zahl der Gewerbebauten im selben Zeitraum nahezu konstant.

Ursachen für den Rückgang

Experten führen den Einbruch auf mehrere Faktoren zurück. Der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation, Materialengpässe und gestiegene Zinsen machen den Traum vom Eigenheim für viele Menschen unerschwinglich. Besonders betroffen sind junge Familien, die aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage ihre Bauvorhaben auf Eis legen.

Lokale Auswirkungen

In Wittenberg selbst sind nur wenige Neubaugebiete aktiv, wie etwa das Wohngebiet am Elbhafen. Die Sparkasse bestätigt den Trend: Die Nachfrage nach Baukrediten sei spürbar zurückgegangen. Immobilienmakler berichten von einer Zurückhaltung potenzieller Käufer, die angesichts der steigenden Kosten lieber abwarten.

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Die Kreisverwaltung hofft auf eine baldige Erholung des Marktes. Bis dahin bleiben viele Wittenberger beim Traum vom Eigenheim – ohne dass ein Spatenstich erfolgt.

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