Blumenkübel-Streit: Herrenknecht droht mit Standortverlagerung
Blumenkübel-Streit: Herrenknecht droht mit Verlagerung

Konflikt um Blumenkübel eskaliert: Herrenknecht droht mit Abwanderung

Der Streit um Blumenkübel in der baden-württembergischen Gemeinde Schwanau spitzt sich zu. Der Unternehmer Martin Herrenknecht, dessen Firma weltweit führend im Bau von Tunnelbohrmaschinen ist, hat angekündigt, Teile seines Unternehmens aus der Heimatgemeinde abzuziehen. Grund ist ein seit Monaten schwelender Konflikt um Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf Straßen rund um das Werksgelände der Herrenknecht AG.

Hintergrund: Blumenkübel als Verkehrsberuhigung

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde Blumenkübel aufgestellt, um die Geschwindigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Herrenknecht ließ damals einen Teil der Kübel entfernen, da er eine Gefahr für seine Beschäftigten auf dem Arbeitsweg sah. Nun legt der Firmenchef nach: Er wirft der Verwaltung vor, sich mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen, statt die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu fördern. „Die Behörden sollten sich um echte Probleme kümmern, nicht um Blumenkübel“, wird Herrenknecht in einer Mitteilung zitiert.

Prüfung von Standortverlagerungen

Nach Angaben des Unternehmens wird konkret geprüft, einzelne Bereiche wie das Servicegeschäft und die Tiefengeothermie an andere Standorte zu verlegen. Als möglicher neuer Standort wird die Nachbargemeinde Rust genannt. Ein Sprecher der Herrenknecht AG bestätigte, dass man die Situation ernst nehme und eine Verlagerung nicht ausschließe. „Wir müssen die Rahmenbedingungen für unser Unternehmen langfristig sichern“, so der Sprecher.

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Behörden verteidigen Maßnahmen

Die Gemeindeverwaltung Schwanau hält dagegen an den Blumenkübeln fest. Sie seien Teil eines Konzepts zur Verkehrsberuhigung und dienten der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Ob die Kübel erneut aufgestellt werden, liege in der Verantwortung der Gemeinde, hieß es. Der Streit zwischen einem der bekanntesten Unternehmer der Region und seiner Heimatgemeinde dürfte die Diskussionen in Schwanau weiter anheizen. Die wirtschaftlichen Folgen einer möglichen Verlagerung sind noch nicht absehbar.

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