Die Bundesliga hat den Kampf um einen weiteren Champions-League-Startplatz über das UEFA-Ranking verloren. Der Tabellenfünfte der Fußball-Bundesliga wird in der nächsten Saison nicht in der Königsklasse spielen. Grund dafür ist der Finaleinzug von Rayo Vallecano in der Conference League, der Spaniens La Liga einen uneinholbaren Vorsprung vor der deutschen Eliteliga verschaffte.
Entscheidung durch Rayo Vallecanos Sieg
Rayo Vallecano entschied das Halbfinal-Rückspiel gegen Racing Straßburg mit 1:0 (1:0) für sich und sammelte damit 0,312 Punkte für das spanische Ranking. Bei einem Remis wären es nur 0,187 Punkte gewesen, und die Entscheidung wäre erst in den europäischen Endspielen gefallen. Doch Straßburg vergab in der Nachspielzeit einen Elfmeter, sodass La Liga nun mit 22,093 Punkten uneinholbar vor der Bundesliga (21,785) liegt – selbst wenn der SC Freiburg die Europa League gewinnen sollte.
Freiburgs Sieg reicht nicht
Der SC Freiburg gewann das Halbfinal-Rückspiel gegen den SC Braga mit 3:1 (2:0) und holte damit 0,428 Punkte. Die knappe 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel konnte damit wettgemacht werden. Dennoch reicht dies nicht, um die Bundesliga noch an La Liga vorbeizubringen. Sollten die Freiburger am 20. Mai in Istanbul den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern und sich damit für die Champions League qualifizieren, käme die Bundesliga lediglich auf 22,071 Punkte – zu wenig für einen zusätzlichen Startplatz.
Auswirkungen auf die Bundesliga
Meister Bayern München und Borussia Dortmund haben ihre Plätze für die Champions League über die Liga bereits sicher. Dahinter kämpfen im Saisonendspurt RB Leipzig, Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim um die beiden letzten Plätze. Sollte Freiburg die Europa League gewinnen und in der Liga Siebter werden, stellt die Bundesliga keinen Conference-League-Teilnehmer. Wird Freiburg Achter oder Neunter oder verliert das europäische Finale, spielt der Siebte in der Conference League.



