Weltrekord gebrochen: Chinesischer Plug-in-Hybrid fährt 293 Kilometer rein elektrisch
Chinesischer PHEV bricht Reichweiten-Weltrekord

Neuer Weltrekord: Chinesischer Plug-in-Hybrid erreicht 293 Kilometer rein elektrische Reichweite

Ein beeindruckender Meilenstein in der Automobilbranche: Der chinesische Hersteller Lynk & Co hat mit seinem Modell 08 einen neuen Weltrekord für die rein elektrische Reichweite von Plug-in-Hybridfahrzeugen (PHEV) aufgestellt. Das SUV legte während eines offiziellen Tests beeindruckende 293 Kilometer zurück, ausschließlich angetrieben durch seinen Elektromotor.

Die Technik hinter dem Rekord

Wie ist dieser außergewöhnliche Wert möglich? Der Schlüssel liegt in einer besonders großen Batterie: Der Lynk & Co 08 verfügt über einen 39,6-kWh-Akku, der sonst eher in kleineren reinen Elektroautos verbaut wird. Zusätzlich tragen laut Herstellerangaben ein intelligentes Thermomanagementsystem und eine optimierte Aerodynamik zur hohen Effizienz bei.

Plug-in-Hybride kombinieren einen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb und einem extern aufladbaren Akku. Bei der Rekordfahrt wurde ausschließlich der Elektromotor genutzt.

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Offizieller Test unter Aufsicht von Guinness World Records

Die historische Fahrt fand auf der Rennstrecke Centro Dinámico Pegaso in Toluca, Mexiko, statt und wurde von Guinness World Records überwacht. Ein professioneller Fahrer bewegte das Flaggschiff-SUV über sechs Stunden lang mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 50 und 60 km/h.

Interessant ist der Vergleich zum offiziellen WLTP-Prüfstandszyklus: Unter diesen standardisierten Bedingungen gibt der Hersteller für den 08 eine maximale rein elektrische Reichweite von 200 Kilometern an – ein Wert, der aktuell auch auf der Modellseite kommuniziert wird.

Preis, Ausstattung und Gesamtreichweite

Der Lynk & Co 08 wird in Deutschland ab 55.995 Euro angeboten und ist in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich. Neben dem leistungsstarken Elektromotor arbeitet ein 1,5-Liter-Benziner mit. Die kombinierte Gesamtreichweite gibt der Hersteller mit über 1000 Kilometern an.

Plug-in-Hybride als Brückentechnologie

Plug-in-Hybride gelten als wichtige Übergangstechnologie auf dem Weg vom konventionellen Verbrenner zum reinen Elektroauto. In Deutschland werden sie – abhängig vom Einkommen des Käufers – staatlich mit bis zu 4500 Euro gefördert.

Die praktischen Vorteile liegen auf der Hand: Mit wachsenden elektrischen Reichweiten können immer mehr Alltagsstrecken emissionsfrei zurückgelegt werden. Statistisch gesehen fährt ein Auto in Deutschland durchschnittlich nur etwa 50 Kilometer pro Tag. Wer zu Hause kostengünstig laden kann, spart im täglichen Betrieb erheblich. Auf längeren Reisen übernimmt dann der Verbrennungsmotor zuverlässig den Antrieb.

Herausforderungen der Doppeltechnologie

Trotz der Vorteile bringt die Plug-in-Hybrid-Technologie auch Herausforderungen mit sich:

  • Die komplexe Doppeltechnik aus Verbrennungs- und Elektromotor kann Wartung und Reparaturen tendenziell verteuern.
  • Der Akku spart nur dann Kraftstoff, wenn er regelmäßig an der Steckdose aufgeladen wird.
  • Wird der Akku nicht genutzt, fungiert er als zusätzliches Gewicht, das den Kraftstoffverbrauch des Verbrennungsmotors erhöhen kann.

Der neue Weltrekord des Lynk & Co 08 zeigt eindrucksvoll, wie weit die Entwicklung von Plug-in-Hybriden bereits fortgeschritten ist. Mit rein elektrischen Reichweiten, die viele Alltagsanforderungen deutlich übertreffen, werden diese Fahrzeuge zu einer immer attraktiveren Alternative für umweltbewusste Autofahrer.

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