Formel-1-Legende David Coulthard (55) hat sich überraschend zu Lewis Hamiltons Wechsel zu Ferrari geäußert. Der Brite (41) war Anfang 2025 von Mercedes zu Ferrari gewechselt und feierte beim Großen Preis von Barcelona seinen ersten Sieg im roten Renner – nach 686 Tagen und 40 Grands Prix ohne Erfolg. Nun ist Hamilton auf der Jagd nach seinem achten WM-Titel und gilt auch als Favorit für das Österreich-Rennen am Sonntag.
Coulthard: Hamilton-Wechsel war ein Risiko
„Ich dachte, dass das ein Fehler ist“, sagte Coulthard über Hamiltons Entscheidung. „Für Lewis war es ein Risiko, Mercedes zu verlassen und in dem Alter noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen. Denn nicht nur er, auch Ferrari hatte schwierige Jahre hinter sich.“ Der Schotte betonte: „Ich war mir nicht sicher, ob das der perfekte Nährboden für eine erfolgreiche Zukunft ist. Ganz anders war mein Gefühl bei Mercedes.“
Mercedes profitiert von Hamiltons Abgang
Coulthard erklärte, dass der Abschied Hamiltons für Mercedes ein Segen gewesen sei. „Ihr größtes Problem hat sich über Nacht in Luft aufgelöst. Toto (Teamchef Wolff) hätte derjenige sein müssen, der Lewis in Rente schickt, weil er Kimi (Antonelli), die Zukunft des Rennstalls, nicht länger das Formel-1-Cockpit hätte verwehren können. Und George (Russell) war in den drei Jahren, die er zusammen mit Lewis gefahren ist, der bessere Fahrer. Früher oder später hätte Toto eine extrem schwierige Entscheidung treffen müssen, bei der er nur hätte verlieren können. Somit war der Hamilton-Abgang ein Segen für das Team.“
Hamilton steht derzeit mit 41 Punkten Rückstand auf WM-Führenden Kimi Antonelli (156 Zähler) auf Rang zwei der Fahrerwertung. George Russell ist Dritter mit 106 Punkten. Ausgerechnet Hamilton wird nun zum größten Titelkonkurrenten seines Ex-Arbeitgebers.
Coulthard traut Hamilton alles zu
„Lewis ist alles zuzutrauen“, so Coulthard weiter. „Er ist der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte der Formel 1 und hat vermutlich nur noch dieses eine Ziel. Aber dafür muss er konstant liefern, nicht nur ein Rennen gewinnen. In den vergangenen Jahren hat er das nicht geschafft – aber da hatte er zwischenzeitlich auch seinen Hunger und seine Motivation verloren. Die hat er jetzt wieder.“



