Demichelis-Analyse: RB Leipzigs Kader vor Transfers unter der Lupe
Demichelis checkt Leipzig-Kader vor Transfers

Martin Demichelis (45) hat bei seinem ersten Besuch in dieser Woche bei RB Leipzig die Bedingungen vor Ort als beeindruckend empfunden. Für den Argentinier war dies ein weiteres Zeichen, dass der Trainerjob bei den Sachsen die richtige Entscheidung war. Bereits vor seinem Premierenbesuch hatte der Klub dafür gesorgt, dass der frühere Weltklasse-Verteidiger bei der Kaderplanung auf dem gleichen Stand ist wie Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer (42).

Zugriff auf alle Daten und Videomaterial

Konkret gewährte RB Demichelis nach Informationen der Bild-Zeitung nicht nur den Zugriff auf sämtliches Videomaterial der Mannschaft, sondern auch auf alle Einzelspieler. Der Coach erhielt Daten und Reports, um sich ein neutrales Bild vom Team zu machen. Dies war eine wichtige Voraussetzung, um die aktuellen RB-Spieler mit den Profilen und Ideen des sogenannten Schattenkaders – einer Liste potenzieller Wunschspieler – der sportlichen Führung zu vergleichen.

Eigenständige Analyse des Handlungsbedarfs

Demichelis konnte so selbstständig herausfinden, wo die Mannschaft bereits gut aufgestellt ist und wo zwingender Handlungsbedarf besteht. Dies geschah mit großem Aufwand, bevor überhaupt die erste Trainingseinheit absolviert wurde. Für RB hat dies derzeit hohe Priorität. Transferentscheidungen trifft am Ende zwar die sportliche Leitung, doch Demichelis ist bei allen Personalfragen eingebunden. Die Erkenntnisse aus seinen Analysen wurden bei seinem Besuch in Leipzig direkt mit den Überlegungen der sportlichen Führung abgeglichen.

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Neuzugänge und Kaderüberhang

Nach Rocco Reitz (24, von Gladbach für 18 Millionen Euro) und Abdoul Koné (21, von Reims) gilt das Eintreffen weiterer Neuzugänge als unwahrscheinlich. Durch Leihrückkehrer wie Eljif Elmas (26, Neapel), Arthur Vermeeren (21, Marseille) und Lutsharel Geertruida (25, Sunderland) ist der Kader aus Sicht der Bosse trotz Dreifachbelastung derzeit zu groß. Dies bedeutet, dass Schäfer und sein Team zunächst auf der Abgangsseite für Bewegung sorgen müssen.

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