Nico Elvedi (29) kickt bereits seit 2015 im Gladbach-Trikot. Damals kam er mit 18 Jahren für eine Ablöse von vier Millionen Euro vom FC Zürich an den Niederrhein. Seitdem hat er für die Fohlen 317 Bundesliga-Spiele absolviert. In der ewigen Rangliste der Profis mit den meisten Einsätzen für Borussia rangiert er bereits auf Platz acht, direkt hinter Kult-Keeper Wolfgang „Otto“ Kleff (79, 321 Bundesliga-Einsätze). Die große Frage: Wird die Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen die TSG Hoffenheim sein letztes Spiel im Fohlen-Trikot sein?
Hintergrund: Vertrag läuft 2027 aus
Sein Vertrag in Gladbach läuft nur noch bis 2027 – in diesem Sommer wäre es für den Klub die letzte Möglichkeit, noch eine Ablöse für den Schweizer Nationalspieler zu erhalten. Zumal Elvedi bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko mit der Schweizer Nationalmannschaft noch bei anderen Klubs Werbung in eigener Sache machen könnte. Elvedi, der bei der peinlichen 1:3-Pleite in Augsburg aufgrund einer Gelbsperre zum ersten Mal in dieser Saison nicht in der Startelf stand, sagte: „Ehrlich gesagt habe ich mir jetzt noch gar keine Gedanken darüber gemacht. Ich freue mich jetzt auf das Spiel am Samstag und genauso freue ich mich dann auch auf die WM. Worauf ich momentan schaue, ist, dass ich fit und mit einem guten Gefühl dahin gehe. Und deswegen gilt es, am Samstag nochmal alles hineinzuhauen. Und genauso gilt das für die WM. Danach werde ich dann erstmal den Urlaub genießen. Und dann kann ich wahrscheinlich auch mehr sagen.“
Vertragsgespräche noch nicht intensiv
Das klingt nicht nach einem absoluten Treuebekenntnis. Die Vertragsgespräche mit Gladbach über eine Verlängerung des Vertrages sind noch nicht wirklich angelaufen. Elvedi: „Ja, wir haben jetzt noch keine großen Gespräche gehabt. Wir haben schon mal darüber gesprochen, aber das war nicht sehr intensiv.“ Es ist also nicht ausgeschlossen, dass die Partie am Samstag für Elvedi das letzte Bundesliga-Spiel im Fohlen-Trikot sein könnte. Sollte er den Klub im Sommer verlassen, wäre das ein herber Verlust für die Borussia, die einen erfahrenen Innenverteidiger mit über 300 Bundesliga-Einsätzen abgeben würde. Die kommenden Tage könnten Klarheit über die Zukunft des Schweizers bringen.



