Manuel Baum und seine Augsburger basteln weiter am Europa-Wunder. Mit einem deutlichen 3:1-Sieg gegen völlig enttäuschende Gladbacher sammelte der FCA drei wichtige Punkte im Kampf um das internationale Geschäft. Durch die Niederlage von Eintracht Frankfurt gegen Dortmund am Freitagabend (2:3) stehen die Eintracht und Augsburg nun punktgleich mit 43 Zählern auf Platz acht. Den siebten Rang belegt derzeit Freiburg mit einem Punkt Vorsprung, doch die Breisgauer spielen am Sonntag noch gegen den HSV. Entscheidend für Augsburg könnte daher das nächste Spiel am Samstag gegen Union Berlin werden.
Bemerkenswerter Aufschwung unter Baum
Beeindruckend ist die Entwicklung seit Baums Amtsübernahme im Dezember. Damals stand der FCA mit nur 13 Punkten tief im Tabellenkeller. Sportdirektor Benjamin Weber lobte: „Auf jeden Fall lebt der Traum von einem eigenen kleinen Finale in Berlin. Es ist absoluter Wahnsinn, was wir da in den letzten Wochen auf den Platz bekommen haben.“ Die Mannschaft profitiert dabei auch von der mangelnden Kampfbereitschaft der Gladbacher, die für ihren Trainer Eugen Polanski nicht alles geben. Polanski hat keine Job-Garantie für die nächste Saison; mit drei Siegen zum Saisonende hätte er für sich werben können, doch seine Spieler lassen ihn im Stich und kassierten gleich sechsmal die Note 6.
Gladbacher Defensive desolat
Vor allem die rechte Defensivseite der Gladbacher erwies sich als zu instabil. Honorat und Sander leisteten kaum Gegenwehr, was mit Bundesliga-Niveau nichts zu tun hatte. Zunächst wurde Fellhauer nicht richtig gedeckt, sodass er auf Gregoritsch ablegen konnte, der unbedrängt zum 1:0 traf (24.). Anschließend kam Kömür erneut über links und legte den Ball quer zu Fellhauer, der flach neben den rechten Pfosten vollendete (42.). Auch das 3:0 resultierte aus einer Aktion über Kömür, dessen Schuss von Nicolas zur Seite abgelenkt wurde – dort stand Gregoritsch bereit und schnürte seinen Doppelpack (72.). Der späte Treffer von Reyna in der Nachspielzeit (90.+2) änderte nichts mehr am Ergebnis. Zudem hatten die Gäste Glück, dass zwei weitere Augsburger Tore wegen minimaler Abseitsstellungen vom VAR aberkannt wurden.



