Fregatten-Aus belastet Rheinmetall: Prognose für zweites Quartal 2026 sinkt
Fregatten-Aus belastet Rheinmetall-Prognose für Q2 2026

Bundesregierung stoppt Fregatten-Projekt F126 – Rheinmetall gibt Gewinnwarnung heraus

Die Absage des Fregatten-Projekts F126 durch die Bundesregierung belastet die Bilanzen des Rüstungskonzerns Rheinmetall. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, dass das angestrebte Auftragsvolumen von 20 Milliarden Euro im zweiten Quartal durch die Beendigung des Programms nicht erreicht werden könne. Stattdessen werde das Gesamtvolumen im zweiten Quartal ein niedriges zweistelliges Milliarden-Euro-Niveau erreichen. Das angepeilte Umsatzwachstum von über 60 Prozent im Quartal werde voraussichtlich dennoch getroffen.

Rheinmetall prüft Auswirkungen auf Gesamtjahresprognose

Rheinmetall prüft zudem, ob die Absage weitere Auswirkungen auf die Gesamtjahresprognose habe. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal am 6. August 2026 werde der Konzern ein detaillierteres Update vorlegen. Sollten die fehlenden Umsätze nicht ausgeglichen werden können, könnten die Umsatzauswirkungen im laufenden Jahr bis zu 300 Millionen Euro betragen. Der geplante Beitrag des Projekts zur mittelfristigen Prognose für 2030 habe bei unter drei Prozent gelegen. Rheinmetall werde „alles daran setzen, diesen Effekt durch weitere Auftragsabschlüsse in der Zukunft abzufedern“.

Gründe für den Abbruch: Kostenexplosion und Verzögerungen

Als Hauptgründe für den Abbruch des Fregatten-Projekts hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius eine Kostenexplosion auf fast 18 Milliarden Euro statt der ursprünglich geplanten zehn Milliarden Euro sowie massive Verzögerungen angeführt. Die Bundesregierung plant nun stattdessen den Kauf von Fregatten des Typs MEKO A-200 von der Thyssenkrupp-Tochter TKMS.

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