Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Kevin Volland beendet seine Profikarriere und wird den TSV 1860 München nicht mehr in die Regionalliga begleiten. Nach dem Zwangsabstieg der „Löwen“ aus der 3. Liga in die vierthöchste Spielklasse gab der 33-Jährige in einer persönlichen Botschaft an die Fans seinen Rücktritt bekannt. „Irgendwann muss man mal eine Entscheidung treffen, die für einen persönlich auch nicht leicht ist. Irgendwann steht auch mal ein Karriereende vor der Tür, wie es bei mir der Fall ist“, erklärte Volland.
Vollands Karriere: Von 1860 über die Bundesliga zurück zu den Löwen
Der Stürmer durchlief die Jugendabteilung des TSV 1860 München, bevor er 2012 zur TSG 1899 Hoffenheim wechselte. Es folgten Stationen bei Bayer Leverkusen, dem AS Monaco und dem 1. FC Union Berlin. Im Jahr 2025 kehrte Volland zu seinem Heimatverein zurück, der damals in der 3. Liga spielte. Als Aufstiegsfavorit verpasste der TSV jedoch den Sprung in die 2. Bundesliga. Verschärft wurde die Situation durch einen Finanzstreit mit Investor Hasan Ismaik, der schließlich zum Zwangsabstieg in die Regionalliga führte.
„Anders vorgestellt“: Vollands Abschied vom Profifußball
„Ich habe mir das auch anders vorgestellt“, gestand Volland, betonte aber, dass er nicht hadere. „Wenn ich auf die letzten 16 Jahre meiner Karriere zurückblicke, hat der Fußball mir so viele schöne, tolle Momente ermöglicht. Dafür bin ich ewig dankbar. Jetzt beginnt ein neues Kapitel in meinem Leben, irgendwie auch eine neue Challenge. Ich will nochmal in den Amateurfußball reinschnuppern und die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden genießen.“
Zukunft in der Bezirksliga: Volland spielt künftig für den FC Thalhofen
Wie die „Allgäuer Zeitung“ berichtet, wird Volland seine Karriere beim Bezirksligisten FC Thalhofen in Marktoberdorf fortsetzen. Dort wird er an der Seite seines Bruders Robin auflaufen. Der Verein spielt in der neunten Liga, der Bezirksliga Schwaben Süd. Für den TSV 1860 München bleibt die Zukunft in der Regionalliga ungewiss – der Verein muss sich nach dem Zwangsabstieg und dem Rückzug von Investor Ismaik neu aufstellen.



