Der SC Freiburg muss weiter auf die vorzeitige Qualifikation für den Europapokal warten. Drei Tage nach dem Einzug ins Finale der Europa League unterlagen die müden Breisgauer beim Hamburger SV mit 2:3 (1:1). Damit verpassten sie am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga die vorzeitige Europapokal-Qualifikation.
Dreikampf um Platz sieben
Trotz der Niederlage haben die Freiburger (44 Punkte) vor dem Saisonfinale gegen RB Leipzig die besten Chancen im Dreikampf mit Eintracht Frankfurt (43) und dem FC Augsburg (43) um den wichtigen siebten Tabellenplatz.
Spielverlauf im Volksparkstadion
Vor 57.000 Zuschauern im zum 17. Mal in dieser Saison ausverkauften Volksparkstadion brachte Bakery Jatta den HSV in der 14. Minute in Führung. Nur zwei Minuten später glich Igor Matanovic aus. Nach der Pause sorgten Luka Vuskovic (64.) und Fabio Baldé (67.) mit ihren Toren für den sechsten Heimsieg der Saison. Matanovic (87.) konnte nur noch verkürzen.
HSV befreit aufgespielt
Für den Hamburger SV ging es im letzten Saisonspiel im heimischen Stadion um nichts mehr. Bereits eine Woche zuvor hatte sich der Bundesliga-Rückkehrer den Klassenverbleib gesichert. So konnte die Mannschaft genau ein Jahr nach dem Aufstieg befreit aufspielen.
Personelle Veränderungen
Nach dem 3:1-Kraftakt im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga hatte Freiburgs Trainer Julian Schuster sein Team nur auf zwei Positionen verändert. Auch beim HSV gab es nur zwei Wechsel. Dabei kehrte der überragende Abwehrchef Vuskovic in seinem wohl letzten Heimspiel in die Startelf zurück.
Unterhaltsame Partie
Die HSV-Spieler wärmten sich mit Blick auf das Hamburger Olympia-Referendum am 31. Mai in speziellen Shirts mit der Aufschrift „Hamburg kann große Spiele“ auf. Ein großes Spiel wurde es nicht – weder vom HSV noch vom SC Freiburg. Unterhaltsam war es dennoch. Die Gäste machten zunächst Druck, doch Vuskovic erwies sich als Fels in der Hamburger Defensive. Jattas Führungstor fiel überraschend, doch Matanovic glich schnell aus. Es folgte ein offenes Spiel mit Offensivaktionen auf beiden Seiten.
Medizinische Notfälle auf den Tribünen
Bemerkenswert: Nach knapp einer halben Stunde wurde es wegen eines medizinischen Notfalls in der HSV-Nordkurve für zehn Minuten still auf den Tribünen. Schon zuvor und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Fans beider Seiten bei zwei weiteren Notfällen Feingefühl.
HSV mit besserem Start in die zweite Hälfte
Die Hamburger kamen nach der Pause schwungvoller aus der Kabine. Den Freiburgern schien nach den Strapazen der Europa League die Kraft auszugehen. So kam der HSV zu mehr und mehr aussichtsreichen Szenen: Freiburgs Matthias Ginter blockte HSV-Jungstürmer Otto Stange (47.) im letzten Moment. Ransford Königsdörffer (52.) verzog aus zwölf Metern nur knapp. Dazwischen prüfte Lukas Kübler (51.) HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes, doch insgesamt taten sich die Gäste schwer. Vuskovic (64.) brachte die Hamburger in Führung, und der kurz zuvor eingewechselte Fabio Baldé (67.) machte alles klar. Die Freiburger hatten kaum noch etwas entgegenzusetzen. Matanovic gelang mit seinem zweiten Tor der Anschluss (87.), und Vieira traf für den HSV noch den Pfosten (90.+5).



