Fynn Otto: Warum der Abwehr-Riese auf die Bundesliga verzichtet
Fynn Otto: Abwehr-Riese verzichtet auf Bundesliga

Der 1,92 Meter große Innenverteidiger Fynn Otto (24) wechselt zur neuen Saison ablösefrei vom SC Verl zum 1. FC Nürnberg. Der Club gab die Verpflichtung Anfang Mai bekannt. Otto unterschrieb einen Vertrag bis 2029. Am Donnerstag absolvierte er die Leistungstests in Herzogenaurach.

Zehn Klubs buhlten um Otto – darunter Bundesligisten

Dass der FCN das Rennen um den umworbenen Abwehrspieler machte, war nicht selbstverständlich. Nach Informationen von BILD hatten rund zehn Klubs konkretes Interesse am wohl besten Drittliga-Verteidiger der vergangenen Saison. Darunter waren auch Bundesligisten. Dennoch entschied sich Otto für den Schritt in die 2. Liga zum Club.

Warum Otto auf die Bundesliga verzichtete

Die Gründe liegen in Ottos Vergangenheit. 2021 ließ sich der gebürtige Gießener mit 19 Jahren von seinem Jugendklub Eintracht Frankfurt zum damaligen Drittligisten Hallescher FC ausleihen. In der kompletten Saison kam Otto jedoch nur auf 178 Minuten Einsatzzeit. Der Wechsel in die 3. Liga kam damals zu früh. Es folgten zwei Spielzeiten in der zweiten Mannschaft der Eintracht (Ober- und Regionalliga), bevor Otto 2024 in Verl einen neuen Anlauf in der 3. Liga nahm.

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Aufgrund dieser Erfahrungen sieht sein Karriereplan vor, zunächst in die 2. Liga statt direkt in die Bundesliga zu wechseln. Interessant: Ottos Ex-Mitspieler Fabio Gruber (23) könnte mit seinem Weg als Vorbild dienen. Mit ihm bildete der Neu-Nürnberger in Verl ein halbes Jahr die Innenverteidigung, bis Gruber im Februar 2025 zum FCN wechselte. Über den Club schaffte Gruber in diesem Sommer den Sprung in die Bundesliga zum FSV Mainz 05 – für eine Ablöse von gut drei Millionen Euro plus Boni.

Wird Nürnberg für Otto zum Karrieresprungbrett?

Die Frage ist, ob Nürnberg auch für Otto zum perfekten Karriereschritt wird. Der Club hofft, dass Otto ähnlich wie Gruber durchstartet und sich für höhere Aufgaben empfiehlt. Otto selbst will in Nürnberg erst einmal Fuß fassen und regelmäßig spielen. Die Verantwortlichen des FCN sind überzeugt, mit Otto einen der besten Drittliga-Verteidiger der Vorsaison verpflichtet zu haben. Die Konkurrenz war groß, doch Otto entschied sich bewusst für den Club.

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