Der Wechsel von Alejandro Grimaldo zu Atlético Madrid ist nur noch eine Frage der Zeit. Bei Bayer Leverkusen ist allen Beteiligten klar, dass der 30-jährige Spanier den Klub nach drei Jahren verlassen wird. Über das Tempo der Einigung entscheiden die Madrilenen mit ihrem nächsten konkreten Angebot. Beide Klubs haben ihre Positionen ausgetauscht, eine Einigung scheint schnell möglich.
Verhandlungspoker: 20 Mio. Angebot abgelehnt – Bayer fordert 30 Mio.
Atlético bot in den Gesprächen mit Bayer-Boss Fernando Carro 20 Millionen Euro inklusive aller Boni. Dies lehnte Leverkusen ab und unterstrich seine Forderung von 30 Millionen Euro. Damit ist der Rahmen des Pokers abgesteckt. Atlético kann mit dem nächsten Angebot für Klarheit sorgen.
Die Formel für den Deal: 22 plus 3 Millionen Euro
Eine Einigung in der Mitte ist wahrscheinlich. Laut BILD-Info lautet die Formel: 22 Millionen Euro fix plus drei Millionen an leicht erreichbaren Boni – insgesamt 25 Millionen. Beide Seiten müssen sich also um fünf Millionen Euro bewegen.
Bayer wird den Poker nicht auf die Spitze treiben. Grimaldo wurde zugesagt, dass er bei einer marktgerechten Offerte von einem der drei Top-Klubs aus Spanien (Real, Atlético, Barça) keine Steine in den Weg gelegt bekommt. Der spanische Nationalspieler hat in seiner Karriere noch kein Erstliga-Spiel in seiner Heimat bestritten. Ihn zieht es nach Hause, weshalb er im Winter ein lukratives Angebot aus Saudi-Arabien ablehnte.
Einigung mit Atlético steht – Grimaldo will unbedingt wechseln
Mit Atlético hat sich der Linksfuß bereits geeinigt, wie Grimaldos Management in Leverkusen hinterlegte. Für den WM-Spieler, dessen Vertrag bei Bayer nur noch ein Jahr läuft, gibt es kein Zurück. Bayer hatte ihn vor drei Jahren ablösefrei von Benfica Lissabon verpflichtet. In Leverkusen startete der Freistoßkünstler auf der linken Außenbahn durch, wurde Meister und Pokalsieger 2024 und wurde in die spanische Nationalmannschaft berufen.
Systemwechsel macht Grimaldo-Abgang erträglicher
Der Systemwechsel von Dreier- auf Viererkette unter dem neuen Trainer Carles Martínez macht den Abgang des Führungsspielers erträglicher. Bayer benötigt auf der Außenposition künftig eher einen typischen Linksverteidiger mit Defensivstärken als einen Spielmacher auf der Außenbahn.



