Im Rennen um die Ausrichtung Olympischer Spiele könnte Deutschland bald weitere starke Konkurrenz bekommen. Die britische Regierung befindet sich derzeit in Gesprächen über die Unterstützung potenzieller Bewerbungen für die Olympischen und Paralympischen Spiele in den 2040er-Jahren. Dies berichten mehrere britische Medien unter Berufung auf das Ministerium für Kultur, Medien und Sport.
Erste Untersuchungen laufen
Im Rahmen erster Untersuchungen würden dabei Schlüsselfaktoren wie potenzielle Kosten, der sozioökonomische Nutzen und die Erfolgsaussichten bewertet, heißt es vom Ministerium laut BBC. Demnach will das Vereinigte Königreich künftig zum bevorzugten Austragungsort für große Sportveranstaltungen werden.
Härteres Vorgehen gegen Ticket-Weiterverkauf
Den Plänen zufolge erwägt die Regierung dafür auch ein härteres Vorgehen gegen den Weiterverkauf von Tickets – etwa bei der Fußball-EM 2028 im eigenen Land. Der nicht autorisierte Weiterverkauf könnte damit künftig strafbar werden.
Konkurrenz für Deutschland?
In Deutschland gibt es bereits konkrete Pläne für eine Olympia-Bewerbung. In der nationalen Vorauswahl konkurrieren Berlin, München, Hamburg sowie die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Zentrum um den Zuschlag. Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, welcher Kandidat dem Internationalen Olympischen Komitee für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 vorgeschlagen wird.
Zuletzt fanden in Großbritannien 2012 Olympische Spiele statt, damals in London. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan befürwortete der BBC zufolge bereits eine Olympia-Bewerbung der britischen Hauptstadt.
Internationale Konkurrenz
International haben bereits Katar und Indien starkes Interesse an Olympischen Spielen ab 2036 signalisiert. In Europa werden bisher Istanbul, Budapest und womöglich Madrid als Rivalen einer deutschen Bewerbung gehandelt. 2028 finden die Sommerspiele in Los Angeles statt, vier Jahre später ist das australische Brisbane Gastgeber.



