Hertha BSC hat ein neues Wunderkind: Kennet Eichhorn. Der 16-Jährige sorgte beim 2:1-Sieg gegen Greuther Fürth für Furore und stellte dabei gleich mehrere Rekorde auf. Eichhorn ist nicht nur der jüngste Spieler, der jemals in der 2. Bundesliga eingesetzt wurde, sondern auch der jüngste, der eine Rote Karte sah – und nun auch der jüngste Torschütze der Zweitliga-Geschichte. Sein Tor fiel in Unterzahl und brachte Hertha den Sieg.
Hoffnung auf ein weiteres Jahr mit Eichhorn
Bei Hertha hofft man nun inständig, dass Eichhorn dem Verein noch ein weiteres Jahr erhalten bleibt. Das Interesse an dem Teenager ist riesig: Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Barcelona, Real Madrid, Paris Saint-Germain und Manchester City sollen bereits ihre Fühler ausgestreckt haben. Eichhorns Marktwert wird auf 20 Millionen Euro geschätzt. Eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag ermöglicht ihm jedoch, den Klub im Sommer für 12 Millionen Euro zu verlassen. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage gibt Hertha die Hoffnung nicht auf. Der Plan: Eichhorn soll mit garantierter Spielzeit und Perspektive zum Bleiben überzeugt werden.
Sportdirektor Weber: „Spielzeit ist unser Trumpf“
Sportdirektor Benjamin Weber (46) nennt das entscheidende Argument: „Spielzeit bei uns. In jungen Jahren diese Sicherheit zu haben. Die Entwicklungszeit. Das ist das, was wir in die Waagschale werfen können.“ Der konkrete Plan sieht vor, Eichhorn zunächst zu verkaufen – Dortmund hat die besten Karten und führte bereits Gespräche – und ihn dann für ein Jahr zurückzuleihen. Weber ergänzt: „Es gibt noch keine Entscheidung. Wir sind in Kontakt mit Kennys Eltern. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um ihn zu überzeugen, noch ein Jahr hierzubleiben.“
Lob von Kapitän Reese und Trainer Leitl
Kapitän Fabian Reese (28), der Eichhorn vor dessen Tor mustergültig bediente, schwärmt von dem Super-Teenager: „Er ist der Fintenkönig aus Brandenburg, das ist sein Spitzname bei uns. Die kann er gut, die macht er gut. Das ist sein Signature-Move. Den sehen wir auch noch auf großen, anderen Bühnen.“ Auch Trainer Stefan Leitl (48) ist begeistert: „Kenny wird eine großartige Karriere vor sich haben, ich hoffe: noch ein Jahr bei uns. Das war ein unfassbares Tor. Er ist 16 Jahre – welche Superlative wollen wir für den Jungen noch finden? Wenn du mit 16 in dieser Liga spielst wie ein gestandener Zweitliga-Spieler und auch physisch mithalten kannst, dann sagt das alles aus. Fantastisches Tor, Glückwunsch an Kenny.“
Winkler: „Du geile Sau“
Flügelspieler Marten Winkler (23) war der erste Teamkollege, der Eichhorn nach dessen Premierentreffer umarmte. Auf die Frage, was er ihm gesagt habe, antwortet Winkler mit einem Schmunzeln: „Wahrscheinlich habe ich ‚du geile Sau‘ zu ihm gesagt. Der Junge ist 16, der wird eine unfassbare Karriere haben.“
Vertrag bis 2029 – aber wie lange bleibt er?
Eichhorns Vertrag in Berlin läuft noch bis 2029. Dass er diese Zeit komplett bei Hertha bleibt, ist unwahrscheinlich. Doch vielleicht können sich die Fans noch auf eine weitere Saison mit dem Ausnahmetalent freuen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Herthas Plan aufgeht.



