DFB-Präsident Neuendorf zu WM-Prämien: Noch keine Einigung, aber optimistisch
Bad Gögging – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die von Kapitän Joshua Kimmich angeführte Nationalmannschaft haben sich noch nicht über mögliche WM-Prämien geeinigt. Das gab DFB-Präsident Bernd Neuendorf am Rande des Verbandstags des Bayerischen Fußball-Verbandes in Bad Gögging bekannt.
„Wir sind in guten Gesprächen mit dem Mannschaftsrat. Aber wir führen die Verhandlungen nicht öffentlich“, sagte Neuendorf der Deutschen Presse-Agentur. Einen guten Monat vor dem Turnierstart am 11. Juni in Kanada, Mexiko und den USA zeigte sich der Verbandschef entspannt: „Wir haben einen guten Austausch. Am Ende des Tages werden wir zu einem Ergebnis kommen. Die Gespräche laufen, das kriegen wir gut hin.“
Die Verhandlungen werden federführend von DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig geführt. Zum Vergleich: Die letzten deutschen Weltmeister von 2014 um Kapitän Philipp Lahm kassierten 300.000 Euro pro Spieler. Für den Titel bei der Heim-EM 2024 hätte es sogar 400.000 Euro gegeben. Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien erhielt jeder der 26 Spieler 100.000 Euro. Bei den WM-Turnieren 2018 und 2022 gingen die Spieler nach dem Vorrunden-Aus leer aus.
Lahm: Halbfinale als Ziel
Philipp Lahm, Gast in Bad Gögging, setzte die Messlatte hoch: „Für eine große Fußball-Nation wie Deutschland muss das Halbfinale immer das Ziel sein.“ Neuendorf nannte keine konkrete Turnierrunde, betonte aber die Ambitionen: „Natürlich fährt man zu einem Turnier, um weit zu kommen. Es gibt Top-Mannschaften, aber wir haben eine tolle Mannschaft mit einem guten Spirit. Ich glaube, wir gehören zum erweiterten Favoritenkreis.“
Der 64-Jährige erwartet keine dritte WM-Enttäuschung unter Bundestrainer Julian Nagelsmann: „Die Vorbereitungen laufen sehr professionell. Wir hoffen, die letzten beiden WM-Turniere zu toppen.“ Deutschland genieße weiterhin Respekt, so Neuendorf: „Alle bestätigen mir, dass sie nicht gerne gegen Deutschland spielen.“ Das DFB-Team trifft in der Gruppenphase auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador.



