Kia Sportage im ausführlichen Test: Vielseitiges SUV für den Alltag
Der Kia Sportage präsentiert sich in seiner fünften Generation als vielseitiges und alltagstaugliches Kompakt-SUV. Mit einer Länge von 4,54 Metern bietet das Fahrzeug nicht nur ein modernes Design, sondern auch überraschend viel Platz für Passagiere und Gepäck. Das aktuelle Facelift hat vor allem die Heckpartie mit einer breiten Lichtleiste optisch aufgewertet, während Kühlergrill und LED-Scheinwerfer subtil modifiziert wurden.
Vielseitige Antriebsvarianten und ausgewogene Fahrleistungen
Kia bietet den Sportage als Benziner, Hybrid, Plug-in-Hybrid und weiterhin als Diesel an – eine Entscheidung, die unterschiedliche Kundenbedürfnisse berücksichtigt. Der im Test gefahrene Benziner mit 1,6-Liter-Turbo-Motor leistet 180 PS und ein maximales Drehmoment von 265 Nm, das bereits bei niedrigen 1.500 U/min verfügbar ist. Das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe überträgt die Kraft auf die Vorderräder, wahlweise ist auch Allradantrieb erhältlich.
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 9,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 203 km/h. Der Motor zeigt sich auch bei höheren Geschwindigkeiten leistungsstark und reagiert prompt auf Beschleunigungsanforderungen. Für noch mehr Leistung steht ab Modelljahr 2026 ein Plug-in-Hybrid mit 288 PS zur Verfügung.
Komfortables Fahrverhalten und großzügiger Innenraum
Das Fahrwerk des Sportage bewältigt kleinere Unebenheiten souverän und bietet insgesamt eine ausgewogene Federung. Nur bei groben Fahrbahnschäden wird eine leichte Härte spürbar. Die sehr angenehm geformten, straffen Sitze tragen wesentlich zum Reisekomfort bei. Sowohl vorne als auch hinten finden Passagiere ausreichend Platz, unterstützt durch zahlreiche praktische Ablagen.
Der Kofferraum fasst 430 Liter – eine beachtliche Größe für ein Kompakt-SUV. Durch Umklappen der Rücksitzlehnen entsteht eine ebene Ladefläche, die sogar Platz für ein komplettes 28-Zoll-Fahrrad bietet. Damit beweist der Sportage seine praktische Alltagstauglichkeit.
Moderne Assistenzsysteme und Fahrprogramme
Beim Facelift hat Kia die Assistenzsysteme deutlich aufgewertet. Zum umfangreichen Paket gehören unter anderem ein aktiver Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat, Totwinkelwarner, Verkehrszeichenerkennung und eine 360-Grad-Kamera mit mehreren Ansichtsmodi. Die Kamera bietet eine Vogelperspektive und Detailansichten der Vorderräder, was das Einparken erheblich erleichtert.
Die Lenkung reagiert direkt und vermittelt ein gutes Feedback, während die Spurführung präzise arbeitet. Drei Fahrmodi – Normal, Smart und Sport – stehen zur Auswahl, wobei der Sportmodus besonders dynamisches Fahren ermöglicht. In der Allrad-Version ergänzt ein hilfreicher Schneemodus das Angebot, der Anfahren und Spurhalten bei winterlichen Bedingungen erleichtert.
Verbrauchswerte und Preisgestaltung
Der Normverbrauch des getesteten Sportage-Benziners liegt bei 7,7 Litern auf 100 Kilometer. Im Praxistest wurden durchschnittlich 8,1 Liter erreicht, wobei sehr schnelle Autobahnfahrten auch über neun Liter führen können. Bei zurückhaltender Fahrweise sind jedoch auch Werte knapp unter sieben Liter möglich. Der Tank fasst 54 Liter.
Die Preise für den Kia Sportage beginnen bei 35.190 Euro für die Version mit Handschaltung. Der getestete Wagen mit DCT-Getriebe kostet ab 40.090 Euro, während der Diesel ab 37.390 Euro erhältlich ist. Wie für Kia typisch, gewährt der Hersteller sieben Jahre Garantie – ein überzeugendes Argument für langfristige Zuverlässigkeit.
Insgesamt überzeugt der Kia Sportage als ausgewogenes Kompakt-SUV, das modernes Design, praktischen Nutzwert und fortschrittliche Technik intelligent verbindet. Die vielseitigen Antriebsvarianten und das umfangreiche Assistenzsystem-Paket machen ihn zu einer interessanten Option in der kompakten SUV-Klasse.



