Der 1. FC Nürnberg ist in der Offensive stark von seinem pfeilschnellen Stürmer Mohamed Ali Zoma (22) abhängig. Das wurde deutlich, als der Italiener wegen einer Oberschenkelverletzung fehlte. Gegen Magdeburg (1:0) und Fürth (1:1) strahlte der Club deutlich weniger Torgefahr aus. Ganz anders gegen den Zweitliga-Meister Schalke 04: Immer wieder enteilte Zoma seinen Gegenspielern, schuf Räume für seine Mitspieler und erzielte das Tor zum 2:0. Zudem hatte er zwei knappe Abseitstore und zahlreiche hervorragende Flügelläufe. Seine beeindruckende Bilanz: 12 Saisontore.
Zoma zu gut für die 2. Liga?
In dieser Form und mit dieser Treffsicherheit ist der FCN-Stürmer fast zu gut für die 2. Liga. Logisch, dass zahlreiche europäische Erstligisten Zoma seit Monaten auf dem Zettel haben. Auch er selbst schließt auf Nachfrage einen Wechsel im Sommer nicht aus. Zoma sagt zu einem möglichen Abschied vielsagend: „Ich weiß zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts. Ich will jetzt die Saison nächste Woche noch beenden und dann sehen wir weiter.“
Klose: „Man muss nächstes Jahr mit Zoma weitermachen“
Wie es bei Fußball-Profis nach vergleichbaren Äußerungen meist weitergeht, ist bekannt. Trotzdem will Club-Trainer Miroslav Klose (47) um einen Verbleib seines wohl wichtigsten Spielers kämpfen: „Ein bisschen Weg ist mit ihm noch zu gehen. Er ist ein fantastischer Junge. Ich arbeite unheimlich gerne mit ihm. Er ist sehr klar im Kopf, will sich stetig verbessern und ich glaube, er hat dieses Jahr schon gezeigt, was in ihm steckt und dass er nur schwer zu verteidigen ist. Aber man muss mit ihm nächstes Jahr noch weitermachen.“
Ähnlich äußerte sich der Weltmeister auch im vorigen Sommer über Ex-Mittelfeldstar Caspar Jander (23). Das Ende ist bekannt: Der Münsteraner wechselte für die Rekord-Ablösesumme von 12 Millionen Euro nach England zum FC Southampton. Dass Zoma am Samstag einen bevorstehenden Wechsel nicht ausschließen wollte, macht Klose nur noch kämpferischer: „Da werde ich gleich noch mit Mo das Gespräch suchen.“



