Der 1. FSV Mainz 05 hat sich von seinem Sturmtalent Nelson Weiper getrennt und ihn für ein Jahr an den österreichischen Vize-Meister Sturm Graz ausgeliehen. Der 21-Jährige soll dort regelmäßige Spielpraxis sammeln, die ihm in Mainz nicht garantiert ist. Gleichzeitig verstärken die Rheinhessen ihr Tor mit dem erfahrenen Alexander Schwolow, der vom schottischen Klub Heart of Midlothian kommt.
Leihe für Entwicklung: Weiper nach Graz
Sportdirektor Niko Bungert erklärte: „Wir sind mit Nelly gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass es für seine Entwicklung nun entscheidend ist, regelmäßige Startelfeinsätze auf möglichst hohem Niveau zu bekommen. Sturm Graz hat dafür einen überzeugenden Plan vorlegen können.“ In Graz biete sich die Möglichkeit, einen weiteren Schritt nach vorn zu machen.
Erst im vergangenen Sommer hatte es zwischen Mainz und dem Stürmer Streitigkeiten gegeben, da Weiper seinen bis Sommer 2026 laufenden Vertrag nicht vorzeitig verlängern wollte. Der Verein wollte damit einen ablösefreien Wechsel verhindern. Weiper wurde daraufhin in die U23 versetzt, kehrte aber vor dem Bundesligastart zu den Profis zurück und absolvierte 24 Liga-Einsätze, meist als Einwechselspieler. Mittlerweile hat er seinen Vertrag bis 2029 verlängert.
Erfahrener Torhüter für Mainz
Alexander Schwolow, 34 Jahre alt, komplettiert das Torhüter-Gespann nach dem Abgang von Daniel Batz zu Borussia Mönchengladbach. Der frühere Bundesliga-Profi spielte von 2012 bis 2020 für den SC Freiburg und war anschließend bei Schalke 04 und Hertha BSC aktiv. Im letzten Sommer wechselte er nach Schottland.
Bungert lobte die Erfahrung des Neuzugangs: „Alex kennt die Bundesliga durch seine gut 200 Bundesligaspiele in- und auswendig und wird dadurch, dass er zudem nur wenige Kilometer von Mainz entfernt aufgewachsen ist, keine Eingewöhnungszeit benötigen.“ Über die Vertragsdauer oder eine Ablösesumme machte der Sportdirektor keine Angaben.
Schwolow wird am 30. Juli zum Team stoßen, zuvor aber noch mit Heart of Midlothian die beiden Qualifikationsspiele für die Champions League gegen Sturm Graz bestreiten – ausgerechnet gegen den Klub, bei dem Weiper nun spielt.



