Ein BILD-Reporter hat eine legale Lücke im Buchungssystem der Deutschen Bahn entdeckt und genutzt, um ein Ticket im Wert von 133,99 Euro für nur 14,99 Euro zu erwerben. Der Trick basiert auf einer cleveren Kombination von Sparpreisen und Teilstreckenbuchungen.
So funktioniert der legale Trick
Der Reporter, Johannes Schmitz, erklärt Schritt für Schritt, wie er vorgegangen ist. Zunächst suchte er nach einer Verbindung, die aus mehreren Teilstrecken besteht. Durch die Buchung einzelner Abschnitte statt der Gesamtstrecke lassen sich oft deutlich günstigere Preise erzielen. Entscheidend ist, dass die Züge auf den Teilstrecken jeweils unterschiedliche Sparpreiskontingente nutzen können.
Warum sich bestimmte Strecken besonders lohnen
Besonders lukrativ sind Verbindungen, die durch mehrere Bundesländer führen oder an Knotenpunkten wie Frankfurt, Köln oder Hannover umsteigen. Hier sind die Sparpreiskontingente oft nicht optimal aufeinander abgestimmt, sodass die Einzelbuchung günstiger ist als die Durchgehendbuchung.
Ist der Trick legal?
Ja, der Trick ist legal. Die Deutsche Bahn selbst erlaubt die Buchung von Teilstrecken, auch wenn die Reisekette unterbrochen wird. Allerdings sollten Reisende beachten, dass bei Verspätungen oder Zugausfällen die üblichen Fahrgastrechte nur für den gebuchten Abschnitt gelten. Der Reporter betont: „Es ist eine Grauzone, aber kein Betrug. Die Bahn hat die Preise selbst so gestaltet, dass diese Kombination möglich ist.“
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Reiseziel und -datum auswählen. 2. Die Verbindung in Teilstrecken zerlegen, idealerweise mit Umstiegen. 3. Jede Teilstrecke einzeln als Sparpreis buchen. 4. Vor der Buchung prüfen, ob die Gesamtkosten niedriger sind als das Durchgehendticket. 5. Bei der Buchung darauf achten, dass die Umsteigezeit ausreicht und die Züge nicht zu knapp getaktet sind.
Erfahrungen des Reporters
Johannes Schmitz testete den Trick auf einer Strecke von Berlin nach München. Normalerweise kostet die Fahrt 133,99 Euro. Durch die Aufteilung in drei Teilstrecken (Berlin–Leipzig, Leipzig–Nürnberg, Nürnberg–München) zahlte er insgesamt nur 14,99 Euro. „Das ist ein Ersparnis von über 88 Prozent“, so der Reporter. „Es erfordert etwas Zeit und Geduld, aber wer clever sucht, kann richtig sparen.“
Hinweise und Risiken
Der Trick funktioniert nicht auf allen Strecken und ist abhängig von der Verfügbarkeit von Sparpreisen. Zudem müssen Reisende sicherstellen, dass sie bei Umstiegen genug Zeit haben, da bei Verspätungen keine durchgehende Fahrgastrechte gelten. Die Deutsche Bahn empfiehlt, bei solchen Buchungen die Umsteigezeiten großzügig zu wählen.



