US-Notenbankchef Kevin Warsh hat sich im Parlament entschlossen gezeigt, die starke Teuerung im Land in den Griff zu bekommen. Die Fed dulde keine dauerhaft erhöhte Inflation, betonte er am Dienstag bei einer Anhörung im Kongress. Die Zentralbank werde dafür sorgen, dass der Inflationsschub der letzten fünf Jahre der Vergangenheit angehöre.
„Das Hauptziel der Fed ist es, die Geldpolitik richtig zu machen – oder so nah wie möglich heranzukommen“, fügte er hinzu. Dies sei quasi der Leitstern der Währungshüter, die dem Mandat der Preisstabilität und Förderung der Vollbeschäftigung verpflichtet seien.
Inflationsrate sinkt auf 3,5 Prozent
Die vom Iran-Krieg und höheren Energiepreisen angefachte Inflation hat sich im Juni zwar abgeschwächt – auf 3,5 von zuvor 4,2 Prozent. Doch könnte der noch immer starke Preisauftrieb die US-Notenbank Federal Reserve in Zugzwang bringen. Sie muss laut Direktoriumsmitglied Christopher Waller die Leitzinsen möglicherweise bald anheben, sollte die Teuerung weiterhin deutlich über dem Ziel der Fed von zwei Prozent verharren.
Finanzmärkte erwarten Zinserhöhung im September
Die Finanzmärkte stellen sich auf eine mögliche geldpolitische Straffung im September ein: „Sollte eine dauerhafte Entspannung im Nahen Osten weiterhin ausbleiben, dann könnte der Handlungsdruck auf die Fed im Herbst neuerlich wachsen“, meint LBBW-Experte Elmar Völker.



