Bei einer AfD-Podiumsdiskussion in Dessau-Roßlau haben der Co-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla und der sachsen-anhaltische Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gemeinsam mit mehreren Hundert Besuchern die DDR-Hymne „Auferstanden aus Ruinen“ gesungen. Eigentlich war zum Abschluss der Veranstaltung die deutsche Nationalhymne vorgesehen, doch der Kabarettist Uwe Steimle initiierte stattdessen das Lied aus der ehemaligen DDR.
Chrupalla und Siegmund stimmen in DDR-Hymne ein
Nach Angaben von Teilnehmern lächelten Chrupalla und Siegmund und sangen teilweise lautstark mit, als Steimle die ersten Takte der DDR-Hymne anstimmte. Erst im Anschluss daran wurde auch die deutsche Nationalhymne gesungen. Die Veranstaltung fand im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt, die am 6. September 2025 anberaumt ist.
Debatte über Frieden als Thema der Podiumsdiskussion
Die Diskussion, an der Chrupalla, Siegmund und Steimle teilnahmen, stand unter dem Motto „Frieden“. Nach Angaben der Veranstalter diskutierten die Teilnehmer über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen. Der Vorfall sorgt nun für politische Diskussionen, da die DDR-Hymne in Teilen der Bevölkerung als Symbol der SED-Diktatur kritisch gesehen wird.
Die AfD Sachsen-Anhalt hatte zu der Veranstaltung eingeladen. Der Landesverband steht kurz vor der Landtagswahl im Fokus der Öffentlichkeit. Der genaue Ablauf des Hymnen-Vorfalls wurde von mehreren Medien bestätigt. Eine offizielle Stellungnahme der AfD zu dem Vorfall liegt bislang nicht vor.



