US-Militär greift vierte Woche Iran an: Blockade der Häfen wieder aufgenommen
US-Militär setzt Angriffe auf Iran fort – Blockade der Häfen wieder aufgenommen

Die USA haben ihre Militäroperationen gegen den Iran am Dienstag, den vierten Tag in Folge, fortgesetzt. Luftangriffe zielten auf iranische Einrichtungen ab, die für Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus genutzt werden. Das Regionalkommando Centcom erklärte auf X, die Angriffe sollten die iranischen Fähigkeiten weiter schwächen. Gleichzeitig bereiten sich die US-Streitkräfte darauf vor, die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufzunehmen, wie ein US-Beamter der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Blockade sollte um 22 Uhr MESZ beginnen.

US-Präsident Trump kündigt harte Angriffe an

US-Präsident Donald Trump hatte die Waffenruhe mit dem Iran vergangene Woche für beendet erklärt und bereits am Montag weitere harte Angriffe für Dienstag angekündigt. ABC News berichtete am frühen Nachmittag unter Berufung auf einen US-Beamten, dass die Luftangriffe bereits seit einigen Stunden im Gange seien. Konkrete Angaben zur Dauer oder zum Abschluss der Operationen machte der Beamte nicht.

Iran kritisiert US-Blockade scharf

Der Iran hat die USA scharf kritisiert und ihnen vorgeworfen, mit der Ankündigung einer Blockade iranischer Schiffe und Häfen das zwischen beiden Ländern ausgehandelte Rahmenabkommen zu brechen. Washington habe die unter pakistanischer Vermittlung vereinbarten Verpflichtungen „aufgegeben – in gewisser Weise haben sie es demontiert“, erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi am Dienstag im Staatsfernsehen. Die USA hatten zuvor angekündigt, die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufzunehmen. Trump erklärte, die Straße von Hormus sei „offen für den gesamten Schiffsverkehr mit Ausnahme des Irans“.

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Iran droht mit Öl- und Erdgas-Blockade

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben mit einer Blockade sämtlicher Energieexporte aus der Region gedroht. Solange die „bösartigen Handlungen“ der USA andauerten, werde „kein einziger Tropfen Öl und Gas“ aus der Region exportiert, meldeten iranische Staatsmedien. Die „Aggressionen“ der USA würden die Wiedereröffnung der Straße von Hormus verzögern. Iranische Angriffe auf US-Einrichtungen in Kuwait und Bahrain seien Reaktionen auf US-Angriffe auf den Iran, hieß es weiter.

Angriffe auf Kuwait und Bahrain

Kuwait meldete erneute Angriffe aus dem Iran. Die Flugabwehr fange Raketen und Drohnen ab, teilten die Streitkräfte des Golfstaats mit. Explosionen im Land stammten von den Abwehreinsätzen. Einwohner wurden aufgerufen, sich keinen Trümmerteilen zu nähern. Auch in Bahrain ertönten Warnsirenen; das Innenministerium forderte die Bürger auf, Anweisungen der Behörden zu befolgen.

Trump verzichtet auf Gebühr für Schiffsfracht

Überraschende Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump: Einen Tag nach Verkündung einer 20-prozentigen US-Gebühr für Schiffsfracht in der Straße von Hormus hat Trump den Plan am Dienstag wieder fallengelassen. Nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit den Führungsspitzen im Nahen Osten habe er beschlossen, die Abgabe durch „massive“ Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die Golfstaaten mit den USA schließen würden, teilte Trump auf Truth Social mit. Mit den Einnahmen daraus sollten die USA ihre Kosten für die Sicherheit in der Meerenge decken. Dank des US-Militärs sei die „Straße von Hormus offen für den gesamten Schiffsverkehr mit Ausnahme des Irans“, schrieb Trump weiter. Die Seeblockade iranischer Häfen solle wie geplant wiederaufgenommen werden.

Trump fordert israelischen Truppenabzug aus Syrien und Libanon

US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zum Abzug der israelischen Truppen aus Syrien und dem Libanon aufgefordert. Dies habe Trump in einem Telefonat am vergangenen Donnerstag gesagt, berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US- und israelische Regierungsvertreter.

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US-Militär zieht Ende September aus dem Irak ab

Das US-Militär wird bis zum 30. September vollständig aus dem Irak abziehen. Das sagte der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi bei einem Treffen mit Trump in Washington. „Nun, wir glauben nicht, dass wir das Militär dort noch brauchen“, sagte Trump. Man sei da, um zu helfen, wenn der Irak das brauche, glaube allerdings nicht, dass das nötig sei. Die Zahl der US-Truppen wurde in den vergangenen Monaten bereits verringert; im Januar verließen die US-Soldaten den wichtigen Stützpunkt Ain al-Assad vollständig.

Iranische Insel Keschm von Geschossen getroffen

Die iranische Insel Keschm nahe der Straße von Hormus ist nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens von Geschossen getroffen worden. Die Insel sei um 19 Uhr Ortszeit „von Geschossen des amerikanischen Feindes getroffen“ worden, zitierte der staatliche Sender Irib das Büro des Gouverneurs der Provinz Hormosgan. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete von Explosionen auf Keschm und wies darauf hin, dass das Gebiet Masan in den vergangenen Tagen mehrmals von der US-Armee attackiert worden sei.

Israel billigt Gelder für neue Siedlungen im Westjordanland

Das israelische Sicherheitskabinett billigte ein Budget von 1,3 Milliarden Schekel (379 Millionen Euro) für den Bau von 34 neuen Siedlungen im besetzten Westjordanland. Weitere 1,1 Milliarden Schekel seien für den Bau von Straßen zu den neuen Orten vorgesehen, teilte Finanzminister Bezalel Smotrich mit. Damit werde die Sicherheit Israels gestärkt und die Aussicht auf die „Errichtung eines Terrorstaates im Herzen des Landes“ zunichtegemacht. Die meisten Staaten und die UN betrachten die israelischen Siedlungen als illegal.

Medien: US-Militär stoppt Abzug von Tankflugzeugen aus Israel

Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion aus. Dies könnte zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die Times of Israel. Transportministerin Miri Regev sagte, israelische Bürger hätten Hunderttausende Flugtickets gekauft; kein einziges Ticket solle aufgrund amerikanischer Tankflugzeuge storniert werden.

Netanjahu droht Iran mit großer Härte

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte dem Iran im Falle eines Angriffs mit großer Härte. Israel sei auf jedes Szenario vorbereitet. „Die Zeiten, in denen uns jemand Schaden zufügt und wir nicht doppelt zurückschlagen, sind vorbei“, sagte Netanjahu. Der Iran müsse mit einer viel stärkeren Reaktion rechnen.

Iranische Abgeordnete fordern Blutrache

Eine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat „Blutrache“ für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie Fars berichtete. Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf: Die Lösung der Probleme sei durch Verhandlungen nicht möglich.

Noch 20 Schiffe mit Deutschland-Bezug in Golf-Region

Nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) sitzen im Persischen Golf noch rund 20 Schiffe in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management fest. An Bord seien etwa 400 Seeleute. Zu Beginn des Konflikts seien es noch rund 50 Schiffe mit etwa 1000 Crew-Mitgliedern gewesen. Seitdem habe über die Hälfte der ursprünglich betroffenen Schiffe die Region unter hohem Sicherheitsaufwand verlassen können. „Die Lage bleibt hochdynamisch und verändert sich fortlaufend“, so der VDR.