Einen Monat vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada zeigt sich Lothar Matthäus optimistisch für die deutsche Nationalmannschaft. Der Rekordnationalspieler sieht das DFB-Team gut aufgestellt für das Turnier.
Matthäus: DFB-Elf ist konkurrenzfähig
„Das Team ist nicht der große Favorit, aber wenn wir von schweren Verletzungen verschont bleiben, haben wir eine konkurrenzfähige Mannschaft, die sehr weit kommen kann“, sagte Matthäus im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der 65-Jährige betonte, dass die erste Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann weitestgehend stehe und die Rollenverteilung geklärt sei.
Zuversicht bei Musiala und Wirtz
Offensivstar Jamal Musiala, der nach einer langwierigen Verletzung noch nach Leichtigkeit sucht, bereitet Matthäus keine Sorgen. „Er hat jetzt noch genügend Zeit, unter Beweis zu stellen, dass er wieder der Spieler wird, der er vor seiner Verletzung war“, so Matthäus. „Und dann ist er gesetzt, dann kommt man an ihm gar nicht vorbei.“ Ähnliches gelte für Florian Wirtz.
Kritik an Nagelsmanns Kommunikation
Dem Bundestrainer empfahl Matthäus jedoch, an seiner öffentlichen Kommunikation zu arbeiten. Mit Verweis auf das Beispiel Deniz Undav, den Nagelsmann trotz dessen Siegtreffers im Spiel gegen Ghana Ende März kritisiert hatte, sagte Matthäus: „Man darf als Bundestrainer dann nicht sagen, dass Undav gegen Ghana schlecht gespielt hat, bis er das Siegtor geschossen hat. Diese Sätze stören mich. Diese ganzen öffentlichen Erklärungen zu Spielern sollte Julian Nagelsmann besser weglassen.“



