Mercedes-Absatz bricht in China ein – Rückgang von 28 Prozent im ersten Halbjahr
Mercedes-Absatz in China bricht um 28 Prozent ein

Mercedes-Benz kämpft weiter mit rückläufigen Absatzzahlen. Im ersten Halbjahr lieferte der Dax-Konzern rund 837.000 Fahrzeuge an seine Händler aus – rund sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das teilte der Konzern am Mittwoch mit.

China-Einbruch belastet Bilanz

Den Rückgang getrieben hat vor allem ein kräftiges Minus in China, dem größten Einzelmarkt von Mercedes. Seit Jahresbeginn haben die Schwaben dort 210.200 Fahrzeuge ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang von 28 Prozent. Besonders im zweiten Quartal gingen die Verkäufe in China zurück. Das lag vor allem am massiven Einbruch auf dem Verbrennermarkt. Die wegen des Iran-Kriegs steigenden Kraftstoffpreise haben die Nachfrage nach diesen Modellen gedrückt.

Das Minus in der Volksrepublik konnten auch steigende Verkaufszahlen in den beiden wichtigen Regionen Europa und USA nicht kompensieren. Dort lieferte Mercedes fünf beziehungsweise 15 Prozent mehr Autos aus als im ersten Halbjahr 2025.

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Modelloffensive als Gegenstrategie

Die Stuttgarter wollen die schon seit Jahren zurückgehenden Verkaufszahlen mit der größten Modelloffensive der Konzerngeschichte kontern. Bis 2027 stellt der Autobauer bis zu 40 neue und überarbeitete Modelle vor, ein Großteil davon elektrisch.

Der Konzern hat bereits damit begonnen, die ersten Fahrzeuge dieser Strategie auf den Markt zu bringen – bislang erst in Europa. So liefert Mercedes die drei Elektromodelle CLA, GLB und GLC schon an die Händler aus. Die neue Version der S-Klasse wurde nur als Verbrennermodell enthüllt und ist zunächst ebenfalls nur in Europa verfügbar. In den kommenden Monaten soll die Luxuslimousine auch in weiteren Regionen erhältlich sein.

Elektro-Auslieferungen legen zu

Mercedes-Vertriebsvorstand Mathias Geisen zufolge gewinnt die Offensive deutlich an Dynamik. „Mit der neuen elektrischen C-Klasse, die seit Mai bestellbar ist, sowie der Weltpremiere des neuen vollelektrischen GLA Ende Juli gehen wir die nächsten Schritte unserer Modelloffensive“, sagt er.

Der Manager verweist auf die wachsenden Elektroverkäufe der neuen Fahrzeuggeneration. Der Absatz der vollelektrischen Modelle ist dem Konzern zufolge im zweiten Quartal um gut 50 Prozent gestiegen. Getragen wurde die Entwicklung vor allem durch die steigende Nachfrage nach Elektroautos in Europa. Dort sind die Auslieferungen der Stromer um rund 87 Prozent gewachsen. Geisen zufolge seien insbesondere der CLA und der GLB „außerordentlich stark“.

Herausforderungen beim GLC und in den USA

Beim elektrischen GLC, der für den Konzern und seinen Vorstandschef Ola Källenius intern als „Schicksalsauto“ gilt, hat Mercedes indes Probleme. Wie das Handelsblatt jüngst berichtete, stockt der Hochlauf des Elektro-SUVs. Das liegt Konzernkreisen zufolge an fehlenden Teilen wie den Batterien.

In den USA dominieren hingegen weiter die Verbrenner. In den ersten sechs Monaten des Jahres lieferte der Konzern 15 Prozent mehr Autos in der Region an seine Händler aus als im Vorjahreszeitraum. Besonders beliebt waren bei den US-Kunden die Modelle des „Core-Segments“. So bezeichnet Mercedes die C- und E-Klasse sowie deren Varianten.

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